„Hinten anstellen und auf die Chance warten“: Wöber will sich bei Leeds durchbeißen
Maximilian Wöber erlebt derzeit bei Leeds United keine einfache Zeit. Der Verteidiger kam beim englischen Zweitligisten in dieser Saison mit Ausnahme der 0:3-Liga-Cup-Niederlage gegen Middlesbrough nicht zum Einsatz, zudem bremste ihn eine leichte Muskelblessur in der Wade. An seinem Reservistendasein wird sich wohl so schnell nichts ändern – Leeds blieb in den jüngsten drei Championship-Partien ohne Gegentor.
„Wir sind drei Innenverteidiger, die ein sehr ähnliches Niveau haben. Wenn wir erfolgreich bleiben und nichts passiert, würde ich als Trainer auch nicht viel verändern. Von dem her heißt es hinten anstellen und auf die Chance warten“, erklärte Wöber am Mittwoch in Klagenfurt.
Wöber über Haaland: „Er ist nicht der schlechteste Stürmer der Welt“
Wöber kickte zuletzt leihweise für Mönchengladbach, nun muss er sich wieder beim englischen Traditionsclub beweisen. „Ich bin bei Leeds, das passt vollkommen für mich. Ich habe nie gesagt, dass ich unbedingt weg möchte. Ich habe diese Herausforderung angenommen, weiß aber, dass es nicht einfach wird, mir die gleiche Stellung wie früher zurück zu erarbeiten.“ Mit Leeds kickte der Wiener in der Spielzeit 2022/23 insgesamt 16 Mal in der höchsten Spielklasse. „Die Chance, noch einmal Premier League zu spielen, ist riesig, weil wir auf dem Papier die beste Mannschaft und einen breiten Kader haben. Unser Ziel ist ganz klar der Aufstieg“, betonte Wöber.
Vorerst geht es mit dem Nationalteam in der Nations League jeweils auswärts am Freitag gegen Slowenien und am Montag gegen Erling Haalands Norwegen. „Er ist nicht der schlechteste Stürmer der Welt“, sagte Wöber über den Goalgetter von Manchester City. „Für uns ist es wichtig, in die höchste Liga zu kommen. Die Nations League ist auch eine super Möglichkeit, weiter an uns zu arbeiten.“
„Zuerst ist man gschockt“: Wöber über Herzprobleme von Danso
Wöber und seine ÖFB-Kollegen absolvierten das Mittwoch-Training auf einem Nebenplatz des Wörthersee-Stadions, weil sich das Hauptfeld in einem einigermaßen ramponierten Zustand befindet. „Es sind Furchen auf dem Platz, das macht es ein bisschen gefährlich und nicht unbedingt lustig, Fußball zu spielen“, meinte Wöber. Am Donnerstagvormittag steigt in Klagenfurt noch das Abschlusstraining, danach erfolgt die Abreise nach Slowenien. In Ljubljana werden rund 16.000 Zuschauer erwartet, der Österreich-Sektor ist mit 900 Fans bereits ausverkauft.
Am Samstag hebt der ÖFB-Tross dann in Richtung Oslo ab. Dass die beiden Innenverteidiger Philipp Lienhart und Kevin Danso beim Duell mit Norwegen dabei sein werden, ist nicht völlig ausgeschlossen, aber sehr unrealistisch. Lienhart ist in Erwartung der Geburt seines ersten Kindes, Danso wird bei Lens nach seinem angeblich aus medizinischen Gründen geplatzten Transfer zu AS Roma eingehend untersucht.
(APA)/Beitragsbild: GEPA
