Hochspannung vor dem „Battle of Alberta“: Edmonton und Calgary träumen vom Stanley Cup

Die Edmonton Oilers haben zum ersten Mal seit 2017 die erste Playoff-Runde in der NHL überstanden. In einer packenden Best-of-Seven-Serie setzten sich die Kanadier gegen die Los Angeles Kings mit 4:3 durch.

In der zweiten Runde der Stanley-Cup-Playoffs trifft das Team um die Superstars Connor McDavid und Leon Draisaitl auf die Calgary Flames – im „Battle of Alberta“ will Edmonton heute Nacht (um 3:30 Uhr live auf Sky Sport 1) den ersten Tanz im Scotiabank Saddledome in Calgary für sich entscheiden.

Werbung

Zum ersten Mal sein 1991: Das „Battle of Alberta“ in den Playoffs

Die Rivalität zwischen den Edmonton Oilers und Calgary Flames hat im Eishockey eine lange Tradition. In den 1980er- und 90er-Jahren duellierten sich die Teams häufig – teilweise gab es sehr harte Partien. Zwischen 1984 und 1990 gewannen immer die Oilers oder Flames den Stanley Cup, nur 1986 konnte mit Montreal eine andere Mannschaft triumphieren.

Damals versetzte das „Battle of Alberta“ die ganze Eishockey-Community Nordamerikas in Ekstase. Es war ein Schaulaufen zahlreicher NHL-Legenden. Auf der einen Seite spielten Stars wie Jari Kurri, Paul Coffey, Mark Messier, Grant Fuhr und der große Wayne Gretzky für Edmonton, Calgary lief mit Al MacInnis, Joe Nieuwendyk und Lanny McDonald auf. Im Jahr 2022 kommt es nun zum ersten Mal seit Mal seit 1991 zu einem Playoff-Duell zwischen den kanadischen Eishockey-Metropolen. Die beiden Städte liegen übrigens nur rund 300km voneinander entfernt.

Werbung

McDavid und Draisaitl die Hoffnungsträger für Edmonton

Heuer gibt es zum ersten Mal deutsche Beteiligung in einem „Battle of Alberta“ in den Playoffs. Star-Center Leon Draisaitl spielte eine hervorragende Regular Season mit den Oilers, 110 Punkte (55 Tore und 55 Assists) steuerte der 26-Jährige bei. Zusammen mit Connor McDavid ist der Deutsche der Dreh- und Angelpunkt im Team von Head Coach Jay Woodcroft.

In den sieben Playoff-Spielen gegen die Los Angeles Kings erreichte Draisaitl neun Punkte (5 Tore und 4 Assists) und war maßgeblich daran beteiligt, dass Edmonton die junge Truppe aus Kalifornien eliminieren konnte. Ähnlich eng war die erste Runde für die Calgary Flames. Das Team um Johnny Gaudreau und Matthew Tkachuk musste gegen die Dallas Stars ebenfalls über die volle Distanz von sieben Spielen gehen.

Werbung

Während die Oilers gegen die Kings eher mit einer guten Offensive überzeugten (3,86 Tore/Spiel) und defensiv nicht immer sattelfest waren (2,43 Gegentore/Spiel), konnten die Flames mit einer starken Verteidigung überzeugen. Nur 2,0 Gegentore/Spiel musste Calgary gegen Dallas hinnehmen, 2,14 Tore/Spiel konnten selbst erzielt werden. Generell war das Match-Up von herausragenden Tormannleistungen geprägt. Sowohl Jacob Markström (Calgary) als auch sein Gegenüber Jake Oettinger (Dallas) spielten eine Weltklasse-Serie.

Nun kommt es statistisch gesehen zu einem Duell der Gegensätze. Vor dem sechsten „Battle of Alberta“ der Playoff-Historie ist eine Prognose schwierig, die Post-Season schreibt Jahr für Jahr ihre eigenen Geschichten. Eines ist dennoch klar: Sowohl Edmonton als auch Calgary werden alles daransetzen, den Erzrivalen zu bezwingen und das Conference-League-Finale zu erreichen.

@mathias_blaas

Bild: Imago