Hoffenheim & Ilzer besiegen Leverkusen – BVB gewinnt dank spätem Elfer
Die TSG Hoffenheim mausert sich immer mehr zum ganz heißen Anwärter auf die Champions League.
Drei Tage nach dem Ausrufezeichen gegen Borussia Mönchengladbach (5:1) gewannen die Kraichgauer zum Rückrundenbeginn der deutschen Fußball-Bundesliga 1:0 (1:0) gegen Vizemeister Bayer Leverkusen und feierten den sechsten Heimsieg in Folge.
HIGHLIGHTS | TSG Hoffenheim – Bayer Leverkusen | 18. Spieltag
Der Niederländer Wouter Burger (9.) erzielte den entscheidenden Treffer für die Hoffenheimer, die nur eine der zurückliegenden elf Ligapartien verloren haben. Die Leverkusener konnten ihre Erfolgsserie bei der TSG (zuvor vier Siege in Folge) nicht fortsetzen. Sie kassierten nach der Pleite gegen den VfB Stuttgart (1:4) den nächsten Rückschlag im Europacup-Rennen. Am Dienstag muss Bayer in der in der Königsklasse bei Olympiakos Piräus (ab 21 Uhr LIVE & EXKLUSIV bei Sky Sport Austria!) ran.
Alexander Prass stand bei der TSG in der Startelf, der Ex-Sturm-Graz-Spieler ließ in Hälfte zwei eine gute Torgelegenheit aus und schoss aus kurzer Distanz über das Bayer-Gehäuse (52.). Für Hoffenheim war es der sechste Heimsieg in Folge.
BVB jubelt dank Adeyemi & spätem Elfer
Borussia Dortmund hat dank eines ganz späten Elfmetertreffers von Emre Can einen gelungenen Rückrundenauftakt gefeiert. Beim glanzlosen 3:2 (1:0) des BVB gegen den FC St. Pauli bejubelte man den bereits elften Saisonsieg, bei dem Karim Adeyemi mit einem Tor und einer Vorlage überzeugte. Zum Matchwinner wurde aber Kapitän Can (90.+5, Foulelfmeter nach Videobeweis).
Wie beim 3:0 unter der Woche gegen Werder Bremen überzeugte das Team von Trainer Niko Kovac aber nur bedingt. Julian Brandt (45.+1) hatte für das 1:0 gesorgt, das sich zu dieser Phase nicht angedeutet hatte. Mit der Führung im Rücken hatte Dortmund im zweiten Durchgang zunächst mehr Kontrolle. Die abstiegsbedrohten Hamburger mussten mehr riskieren. Karim Adeyemi (54.) erhöhte auf 2:0. Doch St. Pauli bewies Moral: James Sands (62.) und Ricky-Jade Jones (72.) trafen jeweils per Kopf. Doch Can sorgte für ein versöhnliches Ende.
Bei den Dortmundern fehlte ÖFB-Teamspieler Marcel Sabitzer wegen einer Wadenverletzung, die er sich im Abschlusstraining zugezogen hatte.
HIGHLIGHTS | Borussia Dortmund – FC St. Pauli | 18. Spieltag
Mainz veliert erstmals unter Fischer
Der 1. FC Köln hat dank Joker Ragnar Ache seinen Negativlauf in der Fußball-Bundesliga gestoppt und einen späten Befreiungsschlag vollbracht. Im wegweisenden Spiel gegen den FSV Mainz 05 gewann das Team von Trainer Lukas Kwasniok nach einem Doppelpack Aches nach Rückstand 2:1 (0:1) und ließ den Abwärtstrend von zuletzt acht Spielen ohne Sieg vorerst hinter sich.
Schmid-Assist bei wildem Remis zwischen Bremen und Frankfurt
Dabei bewies der Aufsteiger Moral. Nach der Mainzer Führung durch Innenverteidiger Stefan Bell (29.) kämpfte sich Köln dank eines Kopfballtreffers des eingewechselten Ache (57.) zurück in die Partie. Ache köpfte den FC in der 86. Minute dann auch zum ersten Sieg seit Anfang November (4:1 gegen den Hamburger SV) – und erst einmal weit weg vom Tabellenkeller.
Dort verweilt weiter Mainz. Die Rheinhessen verloren erstmals seit Urs Fischer Anfang Dezember das Traineramt des entlassenen Bo Henriksen übernommen hat.
Bei den Mainzern, die punktegleich mit St. Pauli Vorletzter sind, fehlten Nikolas Veratschnig und Phillipp Mwene verletzungsbedingt. Beide dürften aber laut Club-Angaben demnächst wieder einsatzbereit sein.
Wolfsburg lässt Punkte liegen
Leichte Pfiffe hallten durch die Volkswagen Arena, Remis-Retter Moritz Jenz hockte ernüchtert auf dem Rasen und schüttelte den Kopf. Der VfL Wolfsburg hat wichtige Punkte im Rennen um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga liegen gelassen. Gegen den Abstiegskandidaten 1. FC Heidenheim holten die Wölfe nach Rückstand zum Rückrundenauftakt am Samstag zwar noch ein 1:1 (0:1), für das eigene Selbstverständnis ist dies jedoch zu wenig.
„Das ist sicher nicht unser Anspruch“, sagte VfL-Sportdirektor Pirmin Schwegler bei Sky: „Wir hatten lange Mühe, zu wenig Druck, zu wenig Tempo. Und wir haben die Lösungen nicht gehabt. Rund um den Ausgleich war es dann gut.“
Jenz (80.) sicherte dem VfL, der drei der vergangenen vier Ligaspiele nicht gewonnen hat, mit seinem Tor den Punktgewinn. Adrian Beck (45.+1) traf für Heidenheim. Das Team von Trainer Frank Schmidt ist nun fünf Partien in Serie sieglos und steckt weiter tief im Tabellenkeller. „Es ist fast zu wenig für uns heute. Wir haben ein sehr gutes und konzentriertes Auswärtsspiel gemacht“, sage Schmidt.
Heidenheim mit Mathias Honsak in der Startelf gab durch das Remis in Wolfsburg – Patrick Wimmer spielte beim VfL durch – die rote Laterne ab und ist nun Tabellen-16.
HSV verpasst Sieg trotz Chancenwucher
Viele Chancen, aber kein Treffer: Der Hamburger SV trotz einer starken Vorstellung einen weiteren Heimsieg im Kampf um den Klassenerhalt verschenkt. Die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin kam zum Auftakt der Rückrunde gegen Borussia Mönchengladbach nicht über ein 0:0 hinaus – weil der Aufsteiger zahlreiche Möglichkeiten ungenutzt liegenließ.
Die Hamburger wirkten nach dem abgesagten Spiel gegen Bayer Leverkusen unter der Woche frisch und bissig, angetrieben von den eigenen Anhängern entwickelten Fabio Vieira und Co. immer wieder viel Druck. Doch vor dem Tor blieben sie dann oft glücklos.
Nach dem vierten sieglosen Spiel in Serie liegen die Hamburger nun auf Platz 14 in der Tabelle (17 Punkte). Am Freitag kommt es zum Stadtderby gegen St. Pauli. Gladbach betrieb nach dem üblen 1:5 zuletzt bei der TSG Hoffenheim mit dem Punktgewinn immerhin ein bisschen Wiedergutmachung, die Mannschaft von Trainer Eugen Polanski ist Elfter (20 Punkte).
(SID/Red./APA.)
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