Hütter und Co. gehen mit Zuversicht in Weihnachtspause

Hochzufrieden und voller Zuversicht verlässt Cornelia Hütter Val d’Isere in Richtung Weihnachtsfeiertage. Nach dem Triumph in der Abfahrt carvte die Steirerin am Sonntag im Super-G mit Platz sechs zu einem weiteren Spitzenresultat. „Es war ein sehr cooles Wochenende, ich freue mich irrsinnig“, erklärte Hütter. „Aber jetzt geht es erst einmal heim ein paar Kekserl essen, bevor wir uns auf Zauchensee vorbereiten.“

Doch die Stimmungslage der Steirerin war zuletzt nicht immer so positiv. Wie schnelllebig der Sport sein kann, zeigt ein Blick auf Hütters vergangene Tage. Nach einem verkorksten Saisonstart in St. Moritz hatte die 33-Jährige auch in den Trainings auf französischem Terrain große Probleme. Am Freitag habe sie sogar „die Nerven weggeschmissen“.

Nur Stunden später folgte die Erlösung: Hütter raste – für sie völlig überraschend – zu ihrem zehnten Weltcupsieg. Dieser brachte das Selbstverständnis in den Ski-Alltag der Steirerin zurück, auch wenn es im Super-G aufgrund kleiner Fehler nicht für ganz vorne gereicht hat. „Wenn du am Stockerl oder ganz oben stehen willst, muss alles passen. Ein paar Passagen habe ich nicht optimal erwischt.“ Die Fahrten der Top drei werde sie jedenfalls genau analysieren, mit dem Ziel, auch in der zweitschnellsten Disziplin „ganz vorne dabei zu sein“.

Auch Rädler und Ortlieb bilanzieren positiv

Jenes Ziel verfolgt auch Ariane Rädler. Die Vorarlbergerin fuhr als Achte zum zweiten Mal im Olympia-Winter in die Top Ten. „Ich habe das Gefühl, dass alles in die richtige Richtung läuft. Jetzt kann ich entspannter in die Weihnachtspause gehen.“ Zufrieden verlässt Val d’Isere auch Nina Ortlieb. Die immer wieder von schweren Verletzungen zurückgeworfene ÖSV-Läuferin nähert sich der Weltspitze schön langsam an. „Ich war jetzt immer unter den besten 15, jetzt orientiere ich mich nach vorne“, sagte Ortlieb. Auf den nächsten Schritt, ein Spitzenresultat, fehle nicht mehr viel.

Möglicherweise gelingt jenes schon in Zauchensee. Am 10. und 11. Jänner bestreiten die Frauen in der Salzburger Ski-Gemeinde eine Abfahrt und einen Super-G. Dort will auch Magdalena Egger wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Nach Platz zwei und sieben in St. Moritz blieb sie in Val d’Isere ein wenig hinter den Erwartungen. Der Blick bleibt positiv und nach vorne gerichtet: „Ich freue mich auf den Jänner, da geht es Schlag auf Schlag.“ Nach Zauchensee gehen auch in Tarvisio und Crans Montana Speed-Doppel über die Bühne.

Sorgen bei Puchner

Ein wenig besorgt geht indes Mirjam Puchner in die Weihnachtspause. Die Abfahrts-Vize-Weltmeisterin plagen Rückenschmerzen, hinter dem Grund steht ein Fragezeichen. „Ich muss unbedingt schauen, dass ich das in den Griff kriege. Die freien Tage komme da genau zum richtigen Zeitpunkt.“

(APA)

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Beitragsbild: GEPA