„In Depression reingekommen“: Arnautovic über belastende Zeit in China
ÖFB-Rekordteamspieler Marko Arnautovic gibt einen emotionalen Einblick in seine mentalen Schwierigkeiten während seines Engagements in China.
Wie der Team-Routinier in einem Podcast verrät, hatte er besonders während der Coronavirus-Pandemie mit den schwierigen Bedingungen in Shanghai zu kämpfen: „Ich hatte kein Fenster. Ich hatte keine Handtücher für zwei Wochen. Das Essen, was du bekommst, das ist gar nichts“, gibt der Offensivspieler preis und erklärt weiter: „Ich musste zehn Kontrollen machen, fünfmal Blut abnehmen, fünfmal Nase, Mund, diese Kontrollen mit diesen Stäbchen.“
„Sehr viel Harakiri“: Arnautovic spricht über geplatzten Rapid-Wechsel
Nach der Einreise musste Arnautovic insgesamt dreimal in zweiwöchige Quarantäne. Diese Zeit, sowie die Distanz zu seiner Familie, machte ihm besonders mental zu schaffen: „Ich bin dann in so eine Depression reingekommen. Was keiner wusste: Die war schlimm.“
Arnautovic: „Ist es das wert für das Geld?“
Mit der Unterstützung seiner Familie habe er diese belastende Phase dennoch überstehen können. Nach zwei Jahren bei Shanghai SIPG habe er dann trotz des hohen Gehalts die Möglichkeit eines Wechsels zurück nach Europa wahrgenommen: „Irgendwann habe ich gesagt: Ist es das wert für das Geld und dass ich mein Leben so wegschmeiße und dass ich nicht mit meiner Familie sein kann?“
Auch deshalb nahm er das Angebot des FC Bologna im Sommer 2021, in Rücksprache mit seiner Familie, umgehend an: „Nein, ich kann nicht mehr. Ich kann nicht mehr, ich bin depressiv, ich habe keinen Spaß mehr“, schildert der Stürmer mit ehrlichen Worten seinen damaligen Zustand. Über Bologna schaffte Arnautovic fogllich den Sprung zurück zu Inter Mailand, ehe er nun seit Sommer letzten Jahres bei Roter Stern Belgrad unter Vertrag steht.
Sechstes Ligator: Arnautovic & Roter Stern vor Liga-Titelverteidigung
(Red.)
Beitragsbild: Imago.
