Real Madrid und der FC Barcelona kämpfen Jahr für Jahr um die Vorherrschaft in Spanien

Intensives Transferfenster: Barcelona und Real lassen die Muskeln spielen

Real Madrid und der FC Barcelona kämpfen Jahr für Jahr um die Vorherrschaft in Spanien. In den vergangenen beiden Jahren dominierte Barca die Duelle, aber die Königlichen wollen dies nun ändern.

Real investierte im zweiten Jahr in Folge viel Geld und holte mit Jose Mourinho einen Welttrainer zurück, der weiß, wie man die Katalanen besiegen kann. Doch die Blaugrana schlagen auf dem Transfermarkt ebenfalls zu. Die Duelle in der kommenden Saison versprechen beste Unterhaltung.

Spektakel garantiert! Das El Clasico ist das meistgeschaute jährliche Vereinsfußballspiel weltweit. Teilweise bis zu 700 Millionen Menschen verfolgen das prestigereiche Duell zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona. Das Duell der spanischen Schwergewichte hat damit in manchen Jahren sogar Zuschauer als das Champions-League-Finale.

Absolute Schwergewichte im Weltfußball

Kein Wunder, denn Real und Barca sind nicht nur die bekanntesten Vereinsmannschaften weltweit, sondern auch die wertvollsten. Forbes listet die beiden Klubs in seinem Ranking Jahr für Jahr auf den ersten beiden Plätzen. In diesem Jahr taxiert das Wirtschaftsmagazin die Madrilenen mit 9,5 Milliarden US-Dollar, die Katalanen mit immerhin noch 7,5 Milliarden US-Dollar.

Auch der Trophäenschrank Reals ist etwas praller gefüllt. 15 Titel in der Königsklasse stehen „nur“ fünf Barcas gegenüber. Bei den Meisterschaften führt der Hauptstadtklub ebenfalls mit 36:29, auch wenn Barca in dieser Kategorie in diesem Jahrtausend durchaus aufgeholt hat. Barcelona ist außerdem immerhin Rekord-Pokalsieger (32:20).

Clasico-Bilanz komplett ausgeglichen

In den direkten Duellen sind die beiden Giganten aber buchstäblich ebenbürtig. In 264 offiziellen Duellen in allen Wettbewerben gewannen beide Klubs jeweils 106, 52 Mal trennten sich Barca und Real mit einem Remis. Unter Hansi Flick dominierte Barca die Clasicos zuletzt jedoch deutlich. In den vergangenen beiden Saisons gewannen die Blaugrana sechs der sieben Duelle bei einem Torverhältnis von 22:13.

Dieser Zustand ist für den Rekordmeister absolut inakzeptabel. Erst recht, wenn man bedenkt, dass Real in der vorletzten Spielzeit nur den europäischen Supercup gewann und vergangenen Jahr komplett leer ausging, während Barca fünf nationale Titel (2x Meister und Supercupsieger, 1x Pokalsieger) abräumte.

Verhältnis so schlecht wie nie

Hinzu kommt, dass das Verhältnis der beiden Rivalen aktuell so schlecht ist wie vielleicht noch nie. Reals wiedergewählter Präsident Florentino Perez besucht Spiele in Barcelona wegen der Causa Negreira bereits seit Jahren nicht mehr und äußerte sich auch öffentlich mehrfach negativ, was dazu führte, dass Barcelona rechtliche Schritte einleitete.

Und auch auf dem Transfermarkt sind sich die Klubs nicht wirklich grün. Barca gräbt seit Monaten an Atleticos Torjäger Julian Alvarez. Reals Reaktion? Ein offizielles Statement, das ein eigenes Angebot über 150 Millionen Euro für den Argentinier abgegeben – und auch direkt abgelehnt – wurde. Viele Transferexperten hielten dies für einen sehr effektiven PR-Coup, da Perez eine Offerte in dieser Höhe während der Neuwahlen ankündigte und somit nicht nur sein Wort hielt, sondern gleichzeitig auch den Preis hochtrieb.

Barca vor Rodri-Coup

Zudem schnappten sich die Madrilenen kurzerhand Ex-ManCity-Ikone Bernardo Silva und Chelsea-Star Marc Cucurella. Der Portugiese war ablösefrei zu haben und wurde genauso wie der spanische Linksverteidiger, der sogar aus La Masia stammt, immer wieder mit Barca in Verbindung gebracht.

Die Katalanen stehen nun wohl aber kurz vor einer spektakulären Retourkutsche. Der ehemalige Ballon-d’Or-Sieger und amtierender MVP der WM, Rodri, war sich mit Real angeblich schon komplett einig. Da die Verhandlungen mit City aber hakten, grätschte Barca dazwischen und steht nun selbst kurz vor der Verpflichtung des Weltmeisters für eine Ablöse von über 60 Millionen Euro.

Beide Klubs investieren

Generell agieren beide Schwergewichte auf dem Transfermarkt in diesem Jahr nach dem Motto „klotzen statt kleckern“. Real hat mit Rekordtransfer Yan Diomande (125 Millionen Euro von RB Leipzig), Cucurella (55 Millionen Euro von Chelsea), Mittelstürmer Carlos Espi (25 Millionen Euro von UD Levante), Rechtsverteidiger Denzel Dumfries (20 Millionen Euro von Inter) und Ibrahima Konate (ablösefrei vom FC Liverpool) bereits 225 Millionen Euro in neue Spieler investiert, nachdem man bereits im vergangenen Sommer 167,5 Millionen ausgab. Zudem wurden neben einer kolportierten Ablöse von etwa zehn Millionen 2025 für Xabi Alonso dieses Jahr noch 15 Millionen fällig, um Jose Mourinho aus seinem Vertrag bei Benfica loszueisen.

Barca hat bisher Bayern-Flirt Anthony Gordon für 70 Millionen Euro von Newcastle United verpflichtet und sich zudem die Dienste von Ex-BVB-Star Karim Adeyemi etwa 22 Millionen Euro kosten lassen. Für das 18-jährige Offensiv-Juwel Jesse Bisiwu überwies Barcelona 8,5 Millionen Euro nach Brügge.

Barca hat noch Arbeit vor sich

Im Gegensatz zu Real werden die Katalanen nach dem nun fixen Transfer von Ferran Torres für 50 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain – aber noch mindestens einen Kracher im Angriff verpflichten. Durch den ablösefreien Abgang von Robert Lewandowski ist sogar denkbar, dass auch noch zwei Stürmer kommen. Die Rückkehr von Außenverteidiger Joao Cancelo von Al Hilal gilt zudem als wahrscheinlich und Flick hätte außerdem noch gerne einen Innenverteidiger.

Somit wird dieses Jahr etwas passieren, dass es so seit der Spielzeit 2019/20 nicht mehr gab! Sowohl Real als auch Barca werden nämlich in diesem Sommer mehr für Spieler ausgeben als einnehmen. Seinerzeit wechselten Spieler wie Eden Hazard und Luka Jovic zu Real, während Barcelona Akteure wie Antoine Griezmann oder Frenkie de Jong verpflichtete. Danach verzeichnete Real zwischen 2020/21 und 2022/23 jeweils ein Transferplus, Barca schrieb seit 2022/23 durchgehend schwarze Zahlen auf dem Transfermarkt.

Aufmarsch der Superstars im Clasico

Die Clasicos werden also auch in Zukunft das meistgeschaute jährliche Vereinsfußballspiel weltweit bleiben. Kein Wunder, wenn die Reihe der Stars wie Kylian Mbappe, Vini Jr., Jude Bellingham, Lamine Yamal, Pedri oder Raphinha nun um Diomande, Cucurella und möglicherweise bald auch Rodri und Alvarez erweitert wird.

Spektakel ist einfach garantiert!

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