Italien siegt klar in der Türkei – später Erfolg für Frankreich
Dickes Ausrufezeichen nach dem Fehlstart: Die italienische Fußball-Nationalmannschaft hat sich nach der desolaten Leistung im ersten Spiel unter dem zurückgekehrten Trainer Roberto Mancini eindrucksvoll zurückgemeldet – und die Türkei in der Nations League am Montagabend deutlich mit 4:1 (3:0) besiegt.
In Bursa dominierten die Italiener zu Beginn des Spiels, Alessandro Bastoni (9.), Davide Frattesi (22.) und Michael Kayode (27.) legten schon in der ersten Halbzeit auch dank der teils fahrigen Defensive der Türkei den Grundstein für den Auswärtssieg. In der zweiten Hälfte traf zudem Pio Esposito (50.). Für die Gastgeber, die in Hälfte zwei deutlich besser ins Spiel fanden, war lediglich Baris Yilmaz (47.) erfolgreich. Am Freitag noch hatte Italien nach schwacher Leistung 0:2 gegen Belgien verloren, mit dem Erfolg über die Türkei sammelte die Auswahl nun wichtige Punkte für den Verbleib in der Liga A der Nations League.
„Teil des Prozesses“: Klopp nimmt Schuld für Heimpleite auf sich
Die Türken mit dem italienischen Coach Vincenzo Montella mussten nach dem 0:1 gegen Frankreich hingegen die zweite Niederlage innerhalb weniger Tage hinnehmen und bilden nun das Schlusslicht in Gruppe 1 der Liga A. Am Freitag sollen im Duell mit Belgien die ersten Punkte her, während Italien auf Frankreich mit dem neuen Trainer Zinedine Zidane trifft. Am Montag in der kommenden Woche duellieren sich Italien und die Türkei im Rückspiel dann erneut.
Olise trifft spät: Frankreich unter Zidane weiter makellos
Die französische Nationalmannschaft hat dank Bayern-Star Michael Olise in der noch jungen Ära Zinédine Zidane ihren zweiten Sieg im zweiten Spiel eingefahren. In Abwesenheit ihres verletzten Superstars Kylian Mbappé bezwang die Équipe Tricolore im Topspiel der Nations-League-Gruppe A1 Belgien mit 1:0 (0:0) und sicherte mit sechs Punkten die Tabellenführung vor den „Roten Teufeln“ und Italien (jeweils drei) sowie der Türkei (punktlos).
Drei Tage nach dem 1:0 in der Türkei entschied Olise (88.) die Partie in der Schlussphase nach seiner Einwechslung. Zidane rotierte im Nachbarschaftsduell, das Frankreich seit 45 Jahren nicht mehr verloren hat, zu Beginn ordentlich durch. Zunächst ohne Olise und Ousmane Dembélé, dafür auf gleich neun Positionen verändert, gingen Les Bleus ins Spiel. Mit Andy Diouf (Inter Mailand), Jeremy Jacquet (FC Liverpool) und Lucas da Cunha (Como 1907) gaben zudem gleich drei Franzosen ihr Debüt.
Dem Spielfluss schadete das einstweilen nicht. Desire Doués (12.) erste Duftmarke aus 14 Metern an die Latte markierte den Startschuss eines munteren Schlagabtauschs, in dem sich beide Mannschaften bis zur Pause defensiv nicht sattelfest, aber auch verschwenderisch in ihren Chancen präsentierten.
WM-Vierte besiegen Belgien ohne verletzten Mbappé
Ohne WM-Rekordtorschütze Mbappé, der aufgrund einer Knieverletzung bereits den Heimweg gen Madrid angetreten hatte, ging Frankreich im Anschluss weiter die Zielstrebigkeit ab: Erst verpasste Doué (52.) nach feiner Körpertäuschung, kurz darauf rettete der Pfosten für Belgiens geschlagenen Torhüter Senne Lammens gegen da Cunha (54.).
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Mark van Bommel, der gegen Italien (2:0) einen geglückten Einstand im Schatten der Debüts von Zidane und Jürgen Klopp gefeiert hatte, konnte derweil einzig an dem Ergebnis Gefallen finden. Seine „Roten Teufel“ fanden kaum noch Entlastung und konnten dem eingewechselten Superstar-Duo letztlich dann nichts mehr entgegensetzen.
Für Zidane steht am Freitag das Debüt vor heimischem Publikum in Paris gegen Italien (20.45 Uhr) an. Zeitgleich empfängt Belgien die Türkei, ehe es im Anschluss zum zweiten direkten Duell im Rückspiel kommt.
Tabakovic trifft für Bosnien
Salzburg-Torjäger Haris Tabakovic erzielte das 3:1 (40.) für Bosnien-Herzegowina in Rumänien. Der Abstauber nach einem Fehlgriff des Goalies war für den Mittelstürmer eine leichte Übung. Die Bosnier halten nach dem 4:2-Erfolg bei vier Punkten in der Liga B/Gruppe 4 – zwei Punkte hinter Schweden (3:1 gegen Polen). In B/Gruppe 2 trennte sich Georgien nach der Trennung von Teamchef Willy Sagnol 0:0 von der Ukraine. Bundesliga-Star Otar Kiteishvili, der zuletzt aus Gründen der Belastbarkeit wenig bei Sturm Graz zum Einsatz kam, stand nach 25 Minuten gegen Nordirland dieses Mal 73 Minuten am Platz.
