Japan reicht Unentschieden für Aufstieg – Niederlande will den Gruppensieg
Die Niederlande wollen sich am Freitag (01.00 Uhr MESZ) bei der Fußball-WM Platz eins in der Gruppe F holen. Gegen die bisher sieglosen Tunesier ist man klarer Favorit, trotzdem sehen die Oranje die Partie in Kansas City nicht als Selbstläufer. Zeitgleich trifft Japan in Dallas auf Schweden. Für beide Mannschaften geht es um den Einzug in die K.o.-Runde, wobei den Asiaten bereits ein Remis für das Sechzehntelfinale reicht. Die Japaner sind vor Schwedens Sturm gewarnt.
Tunesien – Niederlande: Oranje greifen nach Gruppensieg
Nach dem 5:1-Sieg über Schweden geht Ronald Koemans Elf als Gruppenführende in die letzte Partie des Pools F. Gegen die bereits ausgeschiedenen Tunesier sind die Niederländer die klaren Favoriten, trotzdem rechnen sie mit kräftiger Gegenwehr. „Ich erwarte, dass sie mit voller Energie kommen werden, und wir müssen das auch zeigen“, sagte Außenverteidiger Denzel Dumfries, der seiner Mannschaft den Titel zutraut. Brian Brobbey hat sich mit seinem Doppelpack gegen Schweden im Sturm empfohlen. Quinten Timber könnte nach einer Gehirnerschütterung wieder zum Einsatz kommen.
Die Nordafrikaner kommen indes nicht in Form, in den jüngsten drei Spielen musste man 14 Tore hinnehmen. Coach Herve Renard verlangt dennoch von seiner Mannschaft Fokus. „Auch wenn wir bereits ausgeschieden sind, haben wir noch ein drittes Spiel zu bestreiten“, sagte der 57-Jährige. Nach der Entlassung von Ex-Coach Sabri Lamouchi mitten in der WM-Gruppenphase bestreitet Renard sein zweites Spiel als Teamchef der Tunesier. Ob er nach der Endrunde weitermacht, lässt er offen. „Ich bin mit einer Mission bezogen auf die Weltmeisterschaft gekommen. Darüber hinaus habe ich nichts unterschrieben“, wird er von ESPN zitiert.
Japan – Schweden: Asiaten sind mit Unentschieden durch
Japan reicht ein Punkt, um in die K.o.-Runde aufzusteigen. Selbst bei einer Niederlage haben sie mit schon vier Zählern gute Chancen, als einer der besten acht Gruppendritten weiterzukommen. Die Asiaten sind vor Schwedens Top-Sturm mit Alexander Isak und Viktor Gyökeres gewarnt. „Sie sind ohne Zweifel zwei der stärksten Stürmer in diesem Turnier. Wir müssen sie stören und ihnen das Leben schwer machen“, sagte Japans Verteidiger Shogo Taniguchi.
Während die Schweden keine Sorgen im Sturm haben, zeigten sie gegen die Niederlande Schwächen in der Abwehr. „Wir müssen als Team kompakter verteidigen“, forderte Trainer Graham Potter und ergänzte: „Wenn wir gegen Japan zu große Räume verteidigen müssen, dann wird es ein anstrengender Tag.“ Laut dem gebürtigen Engländer sei das Problem für die Mannschaft, die richtige Balance zwischen Angriff und Verteidigung zu finden.
