Jesse Marsch über das kommende Spiel gegen Rapid: „Es ist wie ein Finale“

via Sky Sport Austria
  • Brenden Aaronson nach Doppelpack: „Es war eine große Erleichterung nach dem zweiten Treffer“
  • Sturm-Trainer Ilzer: „Wir haben dem Tempo Tribut zahlen müssen“
  • Alfred Tatar über zukünftigen Salzburg-Trainer Matthias Jaissle: „Er ist ein Mann, der hat einen gänzlichen ‚Red-Bull-Stallgeruch‘“
  • Sturm-Sportdirektor Schicker über neues Image: „Wir sind sympathischer geworden”

SK Puntigamer Sturm Graz verliert 1:3 gegen FC Red Bull Salzburg. Die Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

SK Puntigamer Sturm Graz – FC Red Bull Salzburg 1:3 (0:1)
Schiedsrichter: Gerhard Grobelnik

Christian Ilzer (Trainer SK Puntigamer Sturm Graz):
…über die Elfmeterentscheidung und das Spiel: „Der Schiedsrichter hatte eine tolle Sicht auf die Situation. Es war ein klarer Elfmeter, aber über das Spiel gesehen geht der Sieg schon in Ordnung. Der Start war okay, wir haben druckvoll begonnen, aber dann haben wir dem Tempo Tribut zahlen müssen.“

…über das Tragen eines Ivica Osim-„Gedenk-T-Shirts“: „Es ist Zeichen meiner großen Wertschätzung Ivica Osims. Er hat unglaublich viel für diesen Verein geleistet und ist ein Jahrhunderttrainer. Es wäre schön, wenn ich gewisse Momente im Spiel mit seinen Augen sehe könnte. Ich habe die Spiele seiner glorreichen Ära als Fan verfolgt. Wenn einmal ein Gespräch mit ihm über Fußball zustande kommt, würde es mich freuen.“

Jusuf Gazibegovic (SK Puntigamer Sturm Graz):
…über das Spiel: „Es ist schon etwas Besonderes, aber, wenn du am Platz bist, bist du fokussiert und versuchst dein Bestes zu geben. Ich glaube, das können wir noch besser, als wir es heute gemacht haben und jetzt schauen wir einfach nach vorne.“

Otar Kiteishvili (SK Puntigamer Sturm Graz):
…über das Spiel: „Es war ein sehr guter Zeitpunkt für den Ausgleich und die Freude über den Treffer ist bei mir natürlich groß, aber leider haben wir am Ende kein besseres Resultat erzielt.“

Stefan Hierländer (SK Puntigamer Sturm Graz):
…über den Spielverlauf: „Ich glaube nicht, dass es jetzt den Kapitän braucht. Wir haben uns in der ersten Halbzeit schwer getan, aber natürlich, wenn ich eingewechselt werde, bringe ich mich ein. Es hat dann ein bisschen besser funktioniert, weil wir geradliniger gespielt haben, aber wir haben uns dann nicht belohnt für eine gute zweite Halbzeit.“

Andreas Schicker (Geschäftsführer Sport SK Puntigamer Sturm Graz):
…über die momentane Verfassung von SK Puntigamer Sturm Graz: „Nach der katastrophalen Meisterrunde im Vorjahr war es wichtig, dass man alles umdreht und das haben wir gemacht. Der Weg, den wir gehen, kommt gut an. Wir sind sympathischer geworden. Das Bild ist viel runder und wir haben ein Trainerteam, das sehr gut nach Graz passt.“

Jesse Marsch (Trainer FC Red Bull Salzburg):
…über das Spiel: „In der Halbzeit haben wir gesagt, wir müssen positiv bleiben, weil es mit der Hitze nicht einfach ist. Wenn wir nicht kalt genug vor dem Tor sind, können wir uns immer in schwierige Situationen bringen. Aber die Spieler von der Bank haben gut gespielt und wir haben einen wichtigen Sieg errungen. Sturm ist eine sehr kämpferische Mannschaft. Wir hatten viele Kämpfe in diesem Spiel.“

…über den Zweikampf Wöber-Yeboah: „Es war aus meinem Winkel vielleicht ein Elfmeter. Wir haben nicht gut genug vor unserem Tor gespielt. Dann bekommen wir Ärger.“

…über das kommende Spiel gegen Rapid: „Es ist wie ein Finale.“

Brenden Aaronson (FC Red Bull Salzburg):
…über den Sieg und seine beiden Treffer: „Es war eine große Erleichterung nach dem zweiten Treffer. Es war ein Spiel, wo es heiß hergegangen ist und die Sonne hat mitgespielt. Wir sind es noch nicht gewohnt, unter diesen Bedingungen zu spielen. Es war eine richtig gute Performance vom Team. Wir haben viele Chancen herausgespielt. Heute sind sie nicht so gut reingegangen, aber man darf nicht frustriert sein und einfach weiterarbeiten.“

Maximilian Wöber (FC Red Bull Salzburg):
…über seinen Zweikampf mit Kelvin Yeboah: „Ich habe ihn leicht am Knöchel erwischt und dann den Ball weggespielt. Ich kann nicht sagen, ob es ein Elfer war oder nicht, aber mir ist es eigentlich ‚wurscht‘. Zuschauen macht es auch nicht besser, deswegen muss ich irgendetwas probieren.“

Walter Kogler (Sky Experte):
…über den Spielverlauf: „Salzburg hatte Möglichkeiten, zur Pause vielleicht schon zwei, drei oder vier zu null zu führen. Sie haben eine Unmenge an Chancen ausgelassen. In der zweiten Hälfte war dann Sturm besser und hätte sogar auf 2:2 ausgleichen können, hätten sie den Elfmeter bekommen. Salzburg ist aber der verdiente Sieger.“

…über den möglichen Meistertitel für Salzburg: „Es ist nur mehr eine Frage der Zeit. Sie sind auch heute meisterwürdig aufgetreten. Es läuft auch alles für Salzburg.“

…über mögliche Saisonziele für Sturm Graz: „Sie haben die Chance, dass sie Dritter werden und das ist um einiges mehr als in der letzten Saison. Wenn man Sturm von vor einem Jahr hernimmt, das war fürchterlich – die Meistergruppe – und jetzt sind sie voll dabei im Kampf um Platz drei.“

Alfred Tatar (Sky Experte):
…über die Leistung von Red Bull Salzburg: „Salzburg war im Spiel und im Herausarbeiten von Chancen sehr souverän, allerdings hat die Verwertung der Chancen Mängel offenbart. Es wäre viel mehr drinnen gewesen.“

…über das vermeintliche Red-Bull-Geschäftsmodell bei Trainerentscheidungen: „In Wirklichkeit bist du nicht – wie Christoph Freund es im Interview gesagt hat – ein Überzeugungstäter, sondern ein Trittbrettfahrer. Du machst eigentlich dein Handwerkszeug mit der Mannschaft, nicht mehr und nicht weniger. Der Beweis dafür ist: Wo sind all diese Trainer, die bei Red Bull Meister wurden, Cupsieger wurden, wenn sie dann Red Bull verlassen haben und in die große Fußballwelt gekommen sind? Kein Titel! Nur einer: Adi Hütter, der damals gesagt hat: ‘Ich bin kein Ausbildungstrainer.’ Und das ist die Sachlage. Salzburg benötigt Ausbildungstrainer, weil das Teil des Geschäftsmodells ist.”

…über Matthias Jaissle: „Er ist ein Mann, der hat einen gänzlichen ‚Red-Bull-Stallgeruch‘. Er hat nie die ‚Red-Bull-Blase‘ verlassen. Das ist etwas Besonderes.“