Judoka Piovesana mit Chance auf Bronze – Borchashvili out
Lubjana Piovesana hat bei Paris-Olympia noch die Chance auf die Bronzemedaille. Zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärterinnen in den Wettkampf gegangen, hatte sie sich in der Kategorie bis 63 kg zunächst mit Waza-ari gegen Esmigul Kujulowa aus Kasachstan durchgesetzt und ihre ehemalige britische Teamkollegin Lucy Renshall im Golden Score mit Ippon besiegt. Der Mexikanerin Prisca Awiti Alcaraz, die ebenfalls aus England stammt, unterlag sie im Golden Score mit Waza-ari.
Für Piovesana geht es ab 16.00 Uhr in der Hoffnungsrunde weiter (5. Kampf). Erste Gegnerin ist die Koreanerin Kim Ji-su, der sie heuer im Mai bei der WM in Abu Dhabi in der ersten Runde unterlag. „Ich bin glücklich, dass ich in der Repechage-Runde bin. Das habe ich am Beginn des Tages nicht gedacht. Ich dachte nicht, dass ich gegen die Britin gewinne, jetzt ist alles ein Bonus. Auch wenn ich Siebente werde, bin ich zufrieden. Aber natürlich will ich mehr“, sagte Piovesana, die seit 2023 Österreicherin ist.
Gegen Awiti Alcaraz glaubte sie schon, eine Wertung zu haben, diese wurde aber nicht gegeben. „Das passiert manchmal. Sie ist eine sehr gute Freundin von mir, sie ist auch britisch, ich hoffe, sie schafft es ins Finale.“
Piovesana erklärt Gründe für Großbritannien-Aus
Es seien die „britischen nationalen Meisterschaften“, sagte sie auf die Gegnerinnen angesprochen. Mit der einen, Awiti Alcaraz, ist sie befreundet, mit der anderen, Renshall, das Gegenteil. „Ich habe sie seit Jahren nicht geschlagen und sie war einer der Gründe, warum ich das britische Team verlassen habe. Mental war das hart und ein komischer Wettkampf.“ Piovesana verließ das nationale Trainingscenter in Großbritannien wegen Mobbings, Aiwti Alcaraz tat dies wegen Nichtnominierung für Events, wie die ÖOC-Athletin erzählte.
Wachid Borchashvili, Bruder von Tokio-Bronzemedaillengewinner Shamil, schied in Runde zwei aus. Er besiegte in der Arena vor dem Eiffelturm zunächst Mohammad Samim Faizada aus Afghanistan mit Ippon. Anschließend musste er sich aber dem dreifachen Weltmeister Tato Grigalaschwili aus Georgien mit Waza-ari beugen.
(APA) / Artikelbild: Imago
