Kalajdzic im Exklusiv-Interview: „Ich traue Michael Wimmer zu, mit der Austria erfolgreich zu sein“

ÖFB-Legionär Sasa Kalajdzic arbeitet nach seinem Kreuzbandriss an seinem Comeback. Im exklusiven Interview mit Sky Sport Austria spricht der 25-jährige Stürmer u.a. über den Weg zurück bei den „Wolves“ und Neo-Austria-Trainer Michael Wimmer. Beide kennen sich aus der gemeinsamen Zeit beim VfB Stuttgart.

Sasa wie geht es Ihnen auf dem Weg zurück?

Danke, es geht wirklich sehr gut. Ich arbeite derzeit in England an meinem Comeback. Mein verletztes Knie macht fast täglich Fortschritte. Ich darf schon mit Zusatzgewicht arbeiten. Jetzt ist der nächste Schritt die Belastung langsam zu steigern.

Der Kreuzbandriss passierte in Ihrem ersten Spiel für Wolverhampton im September, wann wollen sie wieder auf dem Platz stehen?

Als Spieler natürlich so schnell wie möglich, aber es war die zweite schwere Knieverletzung im selben Knie, darher wird es sicher noch dauern. Auch die Ärzte hier beobachten meine Entwicklung ganz genau. Es sind jetzt vier Monate seit dem Kreuzbandriss vergangen, ich werde noch rund fünf Monate Zeit benötigen.

Bei der Wiener Austria ist Michael Wimmer der neue Cheftrainer, Sie kennen Ihn aus Ihrer Zeit bei Stuttgart, was ist er für ein Typ?

Michael Wimmer ist ein sehr kommunikativer und positiver Mensch. Er findet schnell einen Draht zu den Spielern, hat das in Stuttgart als Co-Trainer super gemacht. Auch Michael Gregoritsch, mit dem er ja in Augsburg gearbeitet hat, hat mir dieses Bild von ihm bestätigt. Ich habe mich mit ihm super verstanden, weil er war teilweise auch der Einzige in Stuttgart der meinen österreichischen Schmäh verstanden hat.

https://www.skysportaustria.at/neo-austria-coach-wimmer-es-ist-mein-anspruch-international-zu-spielen/

Wie würden Sie ihn als Trainer beschreiben?

Seine fachliche Kompetenz ist unbestritten. Er hat doch schon einiges an Erfahrung in der deutschen Bundesliga gesammelt. Mit Pellegrino Matarazzo gab es eine gute Harmonie und Michael konnte sicher einiges von Matarazzo mitnehmen und das wird man auch im Spiel der Austria sehen.

Er ist auf jeden Fall ein emotionaler Typ, aber immer positiv. Bei Stuttgart war er auch teilweise für die Standards zuständig und da hatte er auch immer gute und kreative Ideen.

Er war bisher hauptsächlich als Co-Trainer beschäftigt, hat er die Voraussetzungen auch ein guter Cheftrainer zu sein?

Auf jeden Fall! Es fehlt natürlich an Erfahrung als Cheftrainer, aber das ist für mich kein Problem. Auch Pellegrino Matarazzo hatte davor nicht die große Vita und hat den Job dann hervorragend gemeistert.

Bei der Austria ist die Situation nach der Beurlaubung von Manfred Schmid natürlich für keinen Trainer eine einfache, denn die Stimmung muss wieder positiv werden. Ich traue es Michael Wimmer aber auf jeden Fall zu mit der Austria erfolgreich zu sein, weil er auch zu den Spielern und der Idee der Austria passt.

Gab es in letzter Zeit Kontakt zu Michael Wimmer?

Der Kontakt ist eigentlich nie wirklich abgerissen, er hat sich auch nach meinem Knie erkundigt. Ich habe ihm am Dienstag sofort geschrieben als ich erfahren habe, dass er Trainer der Austria ist. Von ihm kam eine kurze Nachricht zurück, aber wir werden in den nächsten Tagen, wenn er etwas mehr Zeit hat, sicher telefonieren und dann kann ich ihm vielleicht auch noch ein paar Tipps für die österreichische Liga geben.

Danke für das Gespräch und Alles Gute auf Ihrem Weg zurück.

(Johannes Brandl)

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Beitragsbild: GEPA