Kapfenberg will Oberwart entthronen
Die im Grunddurchgang erstplatzierten und im Playoff bisher makellosen Bulls Kapfenberg fordern im Endspiel der Basketball-Superliga mit viel Selbstvertrauen Titelverteidiger Oberwart.
Ein Finalduell der beiden Klubs gab es bereits 2017, damals setzte sich Kapfenberg 4:1 durch. Heuer marschierten die Bulls angeführt von Liga-MVP Andrew Jones mit Sweeps gegen Traiskirchen und Graz zum ersten Mal seit sieben Jahren in die Finalserie, die am Samstag in ihrer Halle beginnt.
Heuer gewannen die Kapfenberger unter Trainer Klym Artamonov erstmals seit 2018/19 die Platzierungsrunde, darauf folgte damals auch ihr bis dato letzter von bisher sieben Titeln. Artamonov sieht sein Team gerüstet für ein Dacapo. „Wir sind hier, weil wir etwas richtig machen und weil wir es verdient haben. Ich denke, in einem Finale ist der emotionale und mentale Aspekt sehr wichtig. Es ist wichtig, dass wir unsere Emotionen gezielt einsetzen, gut kontrollieren, vor allem in schwierigen Phasen“, sagte der Coach, ohne auf den Gegner in der „Best-of-five“-Serie zu vergessen: „Natürlich gibt es einige Anpassungen je nach Gegner, aber das Wichtigste ist, unsere Stärken als Team zu zeigen und Fokus zu bewahren.“
Für Oberwart geht es um den insgesamt fünften bzw. den dritten Titel in Serie. „Mit Kapfenberg wartet genau die Herausforderung, die man in einem Finale erwartet. Beide Teams kennen einander, verstecken kann sich niemand mehr“, sagte Gunners-Headcoach Horst Leitner. In den ersten beiden Play-off-Runden bezwang seine Mannschaft Gmunden 3:1 und BC Vienna 3:2 mit einem Sieg in der Verlängerung im Entscheidungsmatch. Die Gunners sind saisonenübergreifend seit mittlerweile acht Playoff-Serien ungeschlagen. Im Duell der beiden Topteams des Grunddurchgangs scheint bis längstens 6. Juni alles offen, bei einem etwaigen Entscheidungsspiel hätte Kapfenberg Heimvorteil.
(APA) / Bild: GEPA
