„Kein Tag, um über Fußball zu reden“ – Barca-Star mit emotionalem Interview

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Beim 3:0 des FC Barcelona war Raphinha mit zwei Toren einer der Matchwinner. Doch nach dem Schlusspfiff sprach der Offensivstar vor allem über die tragische Nachricht vom Tod des Teneriffa-Spielers Jesús de Miguel.

Eigentlich hätte sich nach dem souveränen Champions-League-Erfolg alles um Raphinhas starke Leistung drehen können. Der Brasilianer war mit zwei Toren maßgeblich am 3:0-Sieg des FC Barcelona gegen Aston Villa beteiligt und wurde anschließend als Player of the Match ausgezeichnet.

Doch unmittelbar nach dem Schlusspfiff lenkte der Barca-Star den Blick auf ein deutlich wichtigeres Thema. „Heute möchte ich eigentlich nicht über Fußball sprechen“, sagte Raphinha im TV-Interview. Stattdessen richtete er eine Botschaft an die Angehörigen des verstorbenen Fußballers Jesus de Miguel.

„Ich möchte der Familie von Jesus de Miguel viel Kraft wünschen. Es ist kein guter Tag, um über Fußball zu reden. So etwas kann jeden treffen.“

Emotionen schon während des Spiels sichtbar

Wie sehr ihn die Nachricht mitnahm, war bereits während der Partie zu erkennen. Trotz seiner beiden Treffer verzichtete Raphinha weitgehend auf ausgelassene Jubelszenen.

Auch bei seiner Auswechslung wirkte der Brasilianer sichtlich emotional. Trainer Hansi Flick nahm seinen Offensivstar in den Arm und sprach ihm aufmunternd zu. Anschließend saß Raphinha mit traurigem Blick auf der Ersatzbank und verfolgte die Schlussphase nachdenklich.

Später erklärte er selbst, warum ihn der Todesfall so stark beschäftigt hatte. Besonders nachdenklich wurde der 29-Jährige, als er über die Auswirkungen der Nachricht auf die Fußballwelt sprach. „Als wir die Nachricht gesehen haben, war das ein schwerer Moment. Man geht zu einem Fußballspiel und einem selbst könnte genau dasselbe passieren.“ Auch im Namen des FC Barcelona bekundete Raphinha sein Mitgefühl.

„Im Namen des Klubs möchte ich der Familie viel Kraft wünschen. Ich habe dazu nichts mehr zu sagen. Ich möchte es dabei belassen.“

Raphinha schildert emotionale Stunden

Wenig später sprach der Offensivstar im Interview mit CBS Sportsnoch ausführlicher über seine Gefühlslage. Der Brasilianer verriet, dass ihn die Nachricht bereits am Morgen stark belastet habe. „Für mich war es, ehrlich gesagt, ziemlich schwer. Ich habe heute Morgen, als ich aufgewacht bin und die Nachricht erfahren hatte, mit meiner Frau gesprochen. Ich habe ihr gesagt, dass es mir ein bisschen schlecht ging.“

Besonders die Tatsache, dass es sich um einen Berufskollegen handelte, habe ihn beschäftigt. „Letztendlich handelt es sich um einen Kollegen, jemanden, der denselben Beruf ausübt wie wir. Das könnte jedem passieren. Mir genauso wie jedem anderen Spieler, der heute auf dem Platz stand.“

„Mich persönlich hat es sehr berührt“

Raphinha machte keinen Hehl daraus, wie sehr ihn der Todesfall emotional getroffen hat. „Es war ein Spieler in meinem Alter. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass es mich noch mehr getroffen hat, aber ich hatte heute wegen dieser Nachricht keinen guten Tag. Mich persönlich hat es sehr berührt.“

Damit rückte der Barcelona-Star die sportlichen Schlagzeilen des Abends bewusst in den Hintergrund und erinnerte daran, dass es manchmal wichtigere Dinge gibt als Tore, Siege und Titel.

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