Kein „Zwischenfall“: Aber Ronaldo sitzt wieder auf der Bank
Eine mögliche Entfremdung zwischen Cristiano Ronaldo und seiner Nationalmannschaft versetzte die portugiesische Heimat des Superstars zuletzt in helle Aufregung, doch Trainer Jorge Jesus hat nun Entwarnung gegeben: „Es gab keinerlei Zwischenfall“, erklärte der 72-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem nächsten Duell in der Nations League – auf seinen Altstar setzt der Coach jedoch auch gegen Dänemark am Donnerstag (20.45 Uhr) nicht: „Wenn ich ihn brauche, wird er eingewechselt.“
Wenn er den inzwischen 41 Jahre alten Rekordtorschützen jedoch nicht benötigen sollte, dann „wird er nicht eingewechselt“, betonte Jesus. Genau dieses Szenario war am vergangenen Sonntag eingetreten und hatte in Portugal hohe Wellen geschlagen: Nachdem Ronaldo keine Minute beim 2:1 gegen Norwegen auf dem Feld absolviert hatte, war der Kapitän direkt in Richtung Kabine entschwunden, zu seinen Mannschaftskollegen oder zu den portugiesischen Fans hatte er sich nicht gesellt.
„Wenn man 20 oder 30 Minuten lang aufwärmt und dann nicht zum Einsatz kommt – da ist niemand glücklich“, relativierte Jesus nun, die Enttäuschung seines Kapitäns könne er folglich verstehen. Doch als Trainer habe er entschieden, „dass er nicht zum Einsatz kommt“, erklärte er: „Das ist kein Grund, daraus eine große Sache zu machen.“
Das war im Anschluss allerdings geschehen, die Abwesenheit Ronaldos im Mannschaftstraining am Dienstag hatte die Spekulationen prompt weiter angefacht. Grund für das Fehlen des Superstars sei jedoch nicht etwa verletzter Stolz gewesen, erklärte Jesus: Der Stürmer habe lediglich individuelle Übungen zur „Mobilisierung“ und körperlichen „Kräftigung“ absolviert.
