Die FIFA steht in der Kritik. Der ÖFB stellt sich in einer Aussendung "felsenfest" hinter die Linie der UEFA.

Keine FIFA-Unterstützung! ÖFB „felsenfest hinter UEFA-Linie“

Der unter Druck stehende FIFA-Präsident Gianni Infantino kann sich im schwelenden Machtkampf im Weltfußball der Unterstützung von zumindest sechs arabischen Verbänden sicher sein. Katar und Marokko, Mitausrichter der WM 2030, Ägypten, Libanon, Sudan und Mauretanien sagten Infantino am Donnerstag offiziell ihre Unterstützung zu. Der ÖFB indes stellte sich in einer Aussendung „felsenfest“ hinter die Linie der oppositionellen UEFA.

Infantino hatte vorgeschlagen, die kommerziellen Rechte der Fußball-WM auszugliedern und 20 Prozent davon an private Investoren zu verkaufen. Nach riesiger Empörung musste Infantino sein Vorhaben wieder begraben. Die Führungen der Dachverbände von Europa (UEFA/55 Mitgliedsverbände), Asien (AFC/46) und Nord-und Mittelamerika (CONCACAF/35) stellten sich mittlerweile klar gegen Infantino, der 2027 seine Wiederwahl anstrebt. Zusammen stellen sie 136 der 211 Mitgliedsverbände. Allerdings ist die Opposition nicht vollständig geeint.

Einige asiatische Länder sowie Mexiko aus der CONCACAF-Zone unterstützen den umstrittenen Schweizer weiterhin. Weite Teile Afrikas (54 Mitglieder) halten zum umstrittenen FIFA-Chef, die südamerikanische Konföderation (CONMEBOL) mit 10 Mitgliedsverbänden zeigte sich zurückhaltend. Die UEFA – der größte und mit Abstand mächtigste Dachverband – droht aber weiter offen mit einem WM-Boykott. Der ÖFB untermauerte indes am Donnerstag offiziell seine Haltung.

Offiziell: Sechs weitere Länder unterstützen Infantino

ÖFB steht „felsenfest“ hinter UEFA-Linie

„Der ÖFB steht vollinhaltlich und felsenfest hinter der Linie der UEFA. Der ÖFB war ein integrativer und aktiver Teil der Gespräche sowie der Beschlussfassung der 55 Mitgliedsverbände“, erklärte ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll nach Gesprächen mit UEFA-Chef Aleksander Ceferin am Rande des Supercups in Salzburg. „Das geschlossene Vorgehen der europäischen Verbände sendet ein starkes Signal der Verantwortung und des Zusammenhalts.“ Für den ÖFB sei es von zentraler Bedeutung, dass die vorgesehenen internen Entscheidungswege konsequent eingehalten und die zuständigen Gremien ordnungsgemäß eingebunden werden.

Die Vorsitzenden der sechs arabischen Verbände erklärten indes: „In Anerkennung der wichtigen Rolle, die der arabische Fußball bei der Zusammenführung der Menschen und der Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Fußballverbänden in der gesamten arabischen Welt spielt, bekunden wir (…) unsere uneingeschränkte Unterstützung für Herrn Gianni Infantino, den Präsidenten der FIFA, und bekräftigen unser Vertrauen in seine Führung und sein anhaltendes Engagement für die Entwicklung des Fußballs weltweit.“

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