Kitzbühel: Sieger, Rekorde und Österreich als Nummer 1
Zum 86. Mal findet heuer das legendäre Hahnenkammrennen in Kitzbühel statt. Auf dem Programm: Super-G, Abfahrt und Slalom!
Die Rennen in Kitzbühel zählen seit Jahrzehnten zu den Highlights im alpinen Skiweltcup. Jahr für Jahr verfolgen zehntausende Zuschauerinnen und Zuschauer die Geschehnisse rund um die legendäre Streif vor Ort.
Starten wird das Kitzbühel-Wochenende am Freitag mit dem Super-G um 11:30 Uhr. Der Höhepunkt – die Abfahrt auf der Streif – folgt am Samstag um 11:30 Uhr. Am Sonntag, um 10:30 Uhr, startet außerdem der Slalom statt.
Das sind die Gewinner der letzten zehn Jahre:
Abfahrt:
Die Abfahrt auf der Streif gilt als eines der herausforderndsten und schwierigsten Rennen im Weltcup. Bekannt ist sie hier für ihre steilen Hänge, weiten Sprünge und hohen Geschwindigkeiten: Auf einer Strecke von 3.315 Metern erreichen die die Athleten teils bis zu 150 km/h.
In einigen Jahren mussten die Rennläufer sogar zweimal ran: Bei der Doppelabfahrt wurden an zwei Tagen zwei Rennen auf der Streif gefahren. In den vergangenen zehn Jahren war dies viermal der Fall: 2021, 2022, 2023 und 2024. 2021 wurde die Abfahrt in Wengen pandemiebedingt abgesagt und nach Kitzbühel verlegt. Ein Jahr später strich man den Super-G aus dem Programm und ersetzte ihn durch eine zweite Abfahrt. Auch 2023 war kein Kitzbühel-Super-G im Kalender zu finden. 2024 diente die zusätzliche Abfahrt als Ersatz für die ursprünglich geplante Team-Kombination. Heuer steht, wie auch schon im letzten Jahr, nur noch eine Abfahrt am Zeitplan in Kitzbühel.
Den Streckenrekord auf der Streif hält der Österreicher Fritz Strobl. Aufgestellt hat er diesen 1997 mit einer Zeit von 1:51,58 Minuten. Seit der Weltcupeinführung 1967 wurden bisher 25 rot-weiß-rote Siege in dieser Disziplin gefeiert.
Slalom:
Wie die Abfahrt ist auch der Slalom ein fixer Bestandteil des Kitzbühel-Spektakels. 2021 machte die Corona-Pandemie dem eigentlich geplanten Programm aber einen Strich durch die Rechnung. Zunächst wurde der Wengen-Slalom ebenso wie die Abfahrt pandemiebedingt nach Kitzbühel verlegt, womit insgesamt fünf Rennen an zwei Wochenenden geplant waren. Wegen Verdachtsfällen auf Virusmutationen mussten die beiden Slaloms und damit der erste Teil der Hahnenkammrennen dann aber abgesagt und nach Flachau verlegt werden.
Seit 1967 haben 14 Österreicher den Slalom in Kitzbühel gewonnen. 11 Siege gehen auf das Konto Frankreichs.
Super-G:
Weniger fest im Kitzbüheler Programm verankert war lange Zeit der Super-G. 1995 wurde er dort erstmals ausgetragen, erst 2000 wurde die Disziplin dann fixer Bestandteil des Programms. Dennoch gab es immer wieder Jahre ohne Super-G in Kitzbühel: 2007 und 2012 wurden die Rennen witterungsbedingt abgesagt. Von 2022 bis 2024 wurde die Disziplin gar pausiert.
Erst im vergangenen Jahr kehrte der Super-G wieder nach Kitzbühel zurück. Die FIS reagierte damit nicht zuletzt auf den Wunsch der Sportler selbst, die wieder einen Super-G anstelle einer zusätzlichen Abfahrt fahren wollten.
Mit zehn Siegen ist Österreich auch im Super-G Spitzenreiter. Auf Platz zwei liegt Norwegen mit vier Siegen vor der Schweiz mit drei.
Österreich als erfolgreichste Nation
Österreich ist mit großem Abstand jene Nation, die in Kitzbühel am häufigsten zum Gewinner gekürt wurde. Mit insgesamt 116 Siegen liegen die rot-weiß-roten Fahrer deutlich vor der Schweiz und Frankreich, die sich mit jeweils 35 Siegen den zweiten Platz teilen.
Wertet man nur die Rennen seit der Weltcupeinführung 1967, so ist auch in dieser Statistik Österreich klarer Spitzenreiter mit 54 Siegen. Auf Platz zwei liegt auch in dieser Wertung die Schweiz mit 32 Siegen, gefolgt von Frankreich und Norwegen mit je 19.
Bilder: GEPA
