Fußball 1. Bundesliga 18. Spieltag Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund am 08.01.2022 im Deutsche Bank-Park in Frankfurt Erling Haaland  Dortmund  DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video. *** Soccer 1 Bundesliga 18 Matchday Eintracht Frankfurt Borussia Dortmund on 08 01 2022 at Deutsche Bank Park in Frankfurt Erling Haaland Dortmund DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi video xHDx

Klärt sich Haalands Zukunft schneller als gedacht?

via Sky Sport Austria

Die Zukunft von Stürmerstar Erling Haaland soll schon bald geklärt werden. Neben den ausländischen Topklubs ist auch Bayern München wieder als Interessent im Gespräch.

Die lange Mähne wird den Verhandlungen jedenfalls nicht zum Opfer fallen. Der massiven Forderung nach einem Haarschnitt schleuderte Erling Haaland bei Twitter ein unmissverständliches „No“ entgegen. Was der Stürmerstar von Borussia Dortmund den Klubchefs bei den Verhandlungen über seine Zukunft entgegnet, könnte auch bald klar sein – bereits nächste Woche soll gesprochen werden.

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Bis Ende Februar soll Klarheit herrschen

Laut der Bild ist ein Treffen zwischen den BVB-Bossen und der Haaland-Troika angesetzt. Der Torjäger, sein Vater Alf-Inge und sein berühmt-berüchtigter Berater Mino Raiola wollen offenbar mit der Chefetage des Fußball-Bundesligisten um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ausloten, wohin die Reise im Sommer geht. Bis Ende Februar soll Klarheit herrschen, um das Dauer-Thema vom Tisch zu bekommen.

Bis dahin ist im Grunde nur eines klar: In den kommenden Tagen wird Haaland den Pokalsieger sicher nicht verlassen. Einen Wechsel im Winter schloss Watzke zuletzt kategorisch aus. „Wer gibt denn einen der besten Stürmer Europas in der Winterpause ab, wenn er nicht muss?“, sagte Watzke im Spiegel: „Borussia Dortmund ist noch in drei Wettbewerben vertreten – und in denen möchten wir mit der bestmöglichen Mannschaft antreten.“

Bestmögliche Mannschaften um Haaland wollen ab dem Sommer diverse Topklubs formieren. Real Madrid, FC Barcelona, Manchester City, Paris St. Germain – die Liste der Interessenten an der erst 21 Jahre alten Naturgewalt aus Norwegen ist exklusiv gespickt mit dem Traditions- und Geldadel in Europa.

Warum bei der Aufzählung der deutsche Branchenführer fehlt, leuchtet Lothar Matthäus nicht ein. „Natürlich wären Real Madrid oder die Premier League total reizvoll“, schrieb der Rekordnationalspieler in seiner Sky-Kolumne: „Vielleicht wird es aber auch der FC Bayern.“

Matthäus: Haaland wäre der perfekte Lewy Nachfolger

Dabei hängt nach Ansicht des Weltmeisters von 1990 alles an Robert Lewandowski. „Wenn sich die Bayern und Lewy trennen sollten“, sagte Matthäus,  „wäre Haaland der perfekte Nachfolger.“ Schließlich sei der Angreifer, der eigentlich bis 2024 beim BVB unter Vertrag steht, die „größte Wette auf die Zukunft“.

Doch wenn die Bayern auf Haaland setzen wollen, müssen sie ans Festgeldkonto ran. Denn neben der angeblich bei 75 Millionen Euro festgeschriebenen Ablöse will der Stürmer auch ein bisschen was verdienen. 30 Millionen pro Jahr sollen es schon sein, wurde zuletzt spekuliert. Mit Handgeld und Beraterhonorar kommt bei entsprechender Vertragslaufzeit schnell ein Gesamtvolumen von mehreren Hundert Millionen zusammen.

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Ob sich das die finanziell eher konservativ agierenden Bayern in Corona-Zeiten leisten wollen, scheint mehr als fraglich. Doch obwohl andere mit den Scheinen wedeln, hat der BVB noch eine kleine Resthoffnung auf einen Verbleib Haalands. „Es wird natürlich schwierig, ihn zu halten“, sagte Watzke zuletzt: „Trotzdem wollen und werden wir es versuchen.“

Sinn für den BVB würde ein Verbleib Haalands auch finanziell ergeben – trotz der massiven Gehaltserhöhung, die dann fällig wäre. Schließlich bedeuten die 75 Millionen Ablöse gerade einmal die Hälfte von Haalands Marktwert. Der Verkauf des Torjägers wäre also ein richtig schlechtes Geschäft für die Westfalen.

Ob Haaland die wirtschaftlichen Überlegungen seines derzeitigen Arbeitgebers tatsächlich interessieren, darf allerdings bezweifelt werden. Die meisten Beobachter gehen davon aus, dass er für die Borussen dieselbe Antwort wie für die Haarschnitt-Befürworter parat hat: „No!“

(SID) / Bild: Imago