Klare Kante von Katzer! Rapid nimmt „keine Rücksicht auf Nationalität“
Der SK Rapid steht sportlich unter Druck, doch für Geschäftsführer Sport Markus Katzer geht es derzeit um mehr als Ergebnisse.
Im Gespräch mit der APA erklärte der 45-Jährige, wie sich die Kaderstruktur in Wien-Hütteldorf verändert hat – und warum bei Rapid längst nicht mehr die Nationalität, sondern ausschließlich Qualität entscheidet.
Weg vom Österreicher-Topf
Vor zwei Jahren standen beim Conference-League-Hinspiel gegen die Fiorentina noch elf Österreicher in der Rapid-Startelf. Heute sind es meist nur zwei oder drei. Für Katzer ist das eine logische Entwicklung: „Damals haben wir uns noch an den Österreicher-Topf gehalten, also darauf geachtet, dass wir maximal sechs Legionäre haben. Dadurch spielen automatisch mehr Österreicher. Jetzt nehmen wir keine Rücksicht mehr auf Nationalität, sondern auf Qualität.“
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Der SCR-Sportchef betont, dass gute österreichische Spieler früher oder später ins Ausland wechseln – Beispiele wie Leopold Querfeld, Marco Grüll oder Nikolas Sattlberger bestätigen das. „Wenn man diese Abgänge nicht mit Qualität ersetzt, ist man weder in Österreich noch international konkurrenzfähig“, so Katzer.
Daher setzt Rapid zunehmend auf ausländische Spieler mit Entwicklungspotenzial. „Wir haben Akteure aus der zweiten französischen oder spanischen Liga geholt – wie Serge-Philippe Raux-Yao oder Isak Jansson. Das sind Spieler, die unsere Liga als Sprungbrett sehen und zugleich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.“ Transfererlöse seien für den Klub überlebenswichtig.
„Voller Fokus auf Rapid“ – Salzburg-Wechsel für Katzer kein Thema
Rapid setzt auf das Leistungsprinzip
Katzer stellt klar, dass bei Rapid das Leistungsprinzip gilt: „Wir haben nicht den Auftrag, die meisten Österreicher spielen zu lassen. Ich habe die Aufgabe, erfolgreich zu sein, international zu spielen und Spieler weiterzuverkaufen.“ Zwar wolle man Talente fördern, aber: „Wir können sie nicht herzaubern. Wir würden uns nicht wehren, wenn wir mit zehn Wurmbrands spielen – aber die gibt es schlicht nicht.“
Rapid versteht sich damit als Ausbildungsverein mit internationalem Anspruch – und Katzer macht keinen Hehl daraus, dass sportlicher Erfolg und wirtschaftliche Vernunft dabei wichtiger sind als die Herkunft eines Spielers.
VIDEO-Highlights: SK Rapid – LASK | 10. Runde
(APA/Red.)
Bild: GEPA
