Klarer Zweisatz-Erfolg gegen Shelton! Thiem stürmt ins Estoril-Viertelfinale
Einer von zwei Österreichern hat am Donnerstag das Achtelfinale des Tennisturniers von Estoril überstanden. Dominic Thiem zog mit einer starken Leistung gegen Ben Shelton in sein heuer erstes ATP-Viertelfinale ein, besiegte den US-Amerikaner in 64 Minuten 6:2,6:2. Genauso lange stand Jurij Rodionov gegen Miomir Kecmanovic auf dem Court, er unterlag dem Serben jedoch klar 0:6,1:6. Thiem trifft nun am Freitag (nicht vor 18.00 MESZ live und exklusiv auf Sky Sport Austria 2 – streame das Match mit dem Sky-X-Traumpass) auf den Franzosen Quentin Halys.
„Ich bin glücklich und zufrieden, dass ich wieder einmal ein glattes Match nach sehr langer Zeit gewonnen habe. Das tut immer gut. Es ist ein guter Schritt in die richtige Richtung“, war Thiem nach seinem erst dritten Sieg heuer erleichtert. „Ich habe noch immer das Ziel, das Hauptfeld der French Open direkt zu erreichen.“ Im Live-Ranking näherte sich der Niederösterreicher der Erfüllung dieses Vorhabens wieder ein Stück an, mit dem Einzug ins Halbfinale ginge es zurück in die Top 100. Shelton lobte er: „Es war erst sein zweites Sand-Match. Ich hatte viel Respekt, seine Bälle kommen wirklich schnell. Ich habe meine Erfahrung auf Sand ausgespielt.“
Thiem wohl mit bester Leistung 2023
Thiem gab gegen den 20-jährigen Shelton sein erstes Service-Game ab und sah sich mit einem 0:2-Rückstand konfrontiert. Ab da übernahm der Lichtenwörther allerdings das Kommando. Im zweiten Durchgang breakte Thiem den Weltranglisten-39. zum 2:1 und fixierte in einem 13-Min.-Game zum 4:1 die Vorentscheidung. Spätestens ab da war der Widerstand gebrochen. Thiem bot seine heuer vielleicht beste Leistung. Er überzeugte als Auf- und Rückschläger und zeigte sich bei Breakbällen mit einer mehr als 50-prozentigen Erfolgsquote auch recht effizient.
Ihm gelangen erstmals seit Oktober in Antwerpen zwei Siege in Folge. Um den dritten geht es erstmals gegen Halys. Der 26-jährige Franzose, aktuell Nummer 80 der Welt, rang im Achtelfinale etwas überraschend den als Nummer vier gesetzten Spanier Roberto Bautista Agut mit 7:6(5),7:5 nieder.
Deutliche Pleite für Rodinov
Den Status als Österreichs Nummer eins hatte sich Thiem schon vor seiner Partie durch Rodionovs Niederlage behalten. Kecmanovic, Weltranglisten-40., ließ seinem Gegner mit 32 nur gut ein Drittel aller ausgespielten Punkte. Rodionov verwertete keine seiner drei Breakchancen. Der 23-Jährige schrieb in Satz zwei zum 1:2 an, mehr war aber nicht drinnen. „Ich habe sehr gut gespielt, alles was ich versucht habe, ist im Court gelandet“, ließ Kecmanovic erkennen, dass er einen Sahnetag erwischt hat. Rodionov hatte in Runde eins den Spanier Albert Ramos-Vinolas besiegt. Er wird sich ebenso auf ein Karrierehoch verbessern wie der in Runde eins von Thiem besiegte Steirer Sebastian Ofner.
Im Doppel-Viertelfinale kassierte Thiem gemeinsam mit dem Portugiesen Joao Sousa eine klare Niederlage. Gegen die als Nummer drei gesetzten Gonzalo Escobar und Fabien Reboul (ECU/FRA) gab es ein 3:6,2:6. Im Doppel-Turnier von Marrakesch zogen die aktuellen Wien- und Acapulco-Sieger Alexander Erler/Lucas Miedler als Nummer drei gesetzt hingegen mit einem 4:6,6:1,13:11-Sieg gegen die Tschechen Roman Jebavy/Adam Pavlasek ins Halbfinale ein.
(APA) / Beitragsbild: Imago
