Klopp rechnet mit Ramos ab: „Brutal“ und „wie ein Wrestler“
Rund zwei Monate danach hat sich Liverpool-Coach Jürgen Klopp erstmals zum verlorenen Champions-League-Finale gegen Real Madrid geäußert. Und Ramos kriegt sein Fett weg.
„Wenn man es sich nochmal anguckt, und nicht für Real Madrid ist, denkt man schon, dass es rücksichtslos und brutal ist“, sagte Liverpool-Trainer Jürgen Klopp dem Guardian während der USA-Reise seines Klubs mit Bezug auf das Champions-League-Finale Ende Mai.
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Real-Verteidiger Sergio Ramos hatte Liverpools Mo Salah so unsanft zu Boden gerissen, dass der Ägypter mit Schulterverletzung vom Platz musste. Außerdem zog sich Reds-Torhüter Loris Karius nach einem Ramos-Stoß eine Gehirnerschütterung zu. In der Folge patzte der Schlussmann spielentscheidend.
Klopp vergleicht Ramos mit einem Wrestler
Klopp hofft auf ein einmaliges Erlebnis: „Ich bin mir nicht sicher, ob das eine Erfahrung ist, die wir noch einmal erleben werden: Den Torhüter mit dem Ellbogen anzugehen, den Torjäger wie ein Wrestler abzuräumen und dann das Spiel zu gewinnen. Das war die Geschichte des Spiels.“
Auch Ramos‘ Umgang mit den Szenen im Nachgang des Finals stößt Klopp sauer auf: Der Spanier hatte seine Aktionen als normal bezeichnet, sich gar lustig gemacht über den Gegner: Es fehle „nur noch, dass Roberto Firmino sagt, er sei erkältet, weil er einen Schweißtropfen“ abbekommen habe.“Ramos hat einige Dinge gesagt, die mir nicht gefallen haben. Er hat immer so getan, als sei das alles normal gewesen. Aber das ist es nicht“, ärgerte sich Klopp vor dem Aufeinandertreffen im International Champions Cup mit Rivale Manchester United.
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Nicht der erste Vorfall mit Ramos
Zudem sei Ramos nicht zum ersten Mal negativ aufgefallen: „Im Vorjahr gegen Juve hat er die Rote Karte für Juan Cuadrado provoziert. Darüber spricht im Nachhinein niemand mehr. Es scheint, als werde von der ganzen Welt akzeptiert, dass jedes Mittel genutzt wird, um Spiele zu gewinnen. Wahrscheinlich erwarten die Leute von mir, dass ich genauso bin. Aber das stimmt nicht“, so der Ex-BVB-Coach: „Wir spielen auch aggressiv, aber im Rahmen des Legalen.“
Kritik am Schiedsrichter
Auch mit der Leistung von Schiedsrichter Milorad Mazic zeigte sich Klopp nicht zufrieden: „Normalerweise wirst du für solche Aktionen bestraft. Jemand sieht es, und du wirst für vier oder fünf Wochen gesperrt. Das war nicht der Fall. Der Unparteiische hätte den Mut haben müssen, das Spiel zu entscheiden.“
Als schlechter Verlierer oder weinerlich möchte Klopp nun aber nicht dargestellt werden: „Die Leute werden nun vielleicht sagen ich sei schwach, ein schlechter Verlierer oder weinerlich. Aber das bin ich nicht. Ich akzeptiere es. Es ist nicht so, dass ich morgens aufwache und mir denke: Ramos!“
(skysport.de)
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