Klopp über Video-Training: Toll und schrecklich zugleich

via Sky Sport Austria

Wegen der Coronakrise ruht in England der Spielbetrieb in der Premier League, das Training findet nicht zusammen auf den Platz statt, sondern Spieler und Trainer treffen sich online. Liverpools Teammanager Jürgen Klopp ist begeistert von den technischen Möglichkeiten, doch er vermisst sein Team.

“Es ist einfach toll, wie das funktioniert”, sagte Klopp in einem Interview auf der Vereinshomepage der Reds über das virtuelle Training und die täglichen Videoschalten.
Anzeige

LIVEBLOG: So wirkt sich das Coronavirus auf die Sportwelt aus

Er genieße den Moment, “in dem ich die Jungs wiedersehe und der alles verändert – für eine Minute, für eine Stunde, für zwei Stunden – egal wie lange die Einheiten dauern”, erklärte Klopp und gab einen Einblick, wie diese Meetings ablaufen und dass es sogar Strafen gibt.

https://twitter.com/LFC/status/1249717893715177474

Klopp: “Wer zu spät kommt, der muss zahlen”

“Wir starten morgens um 10 Uhr, der Chat ist ab 9:30 Uhr offen und in den ersten Tagen waren die meisten schon sehr früh drin. Das war zuerst etwas chaotisch”, erzählte der Coach, “mittlerweile kommen die Jungs später, aber pünktlich, und das ist wichtig, denn wer in einer Zoom Session zu spät kommt, der muss zahlen!”

Besonders viel Spaß bereite ihm und seinen Spielern zum Beispiel das Singen von Geburtstags-Ständchen, wie am vergangenen Samstag für Stürmer Sadio Mane.

Geburtstags-Ständchen in verschiedenen Sprachen

https://twitter.com/LFC/status/1248913070396788736

“Es hört sich schrecklich an, weil wir alle durcheinander singen und ich weiß gar nicht wie viele Sprachen es im Team gibt, aber wir benutzen sie alle”, meinte Klopp und ergänzte: “Die Idee dahinter ist das, was zählt. Und die Jungs mögen es.”

Bei den Fans kommen die Bilder und Videos, die der FC Liverpool regelmäßig auf seinen Social-Media-Kanälen postet, gut an.

“Es wird schlimmer, je länger es dauert”

So witzig die virtuellen auch sind, so bitter ist es zugleich für Klopp, nicht persönlich mit seinen Jungs arbeiten zu können.

“Es wird schlimmer, je länger es dauert”, gab der 52-Jährige zu. “Ich akzeptiere die Situation zu hundert Prozent so, wie sie ist, aber je länger Sie jemanden nicht sehen, den Sie mögen, desto mehr tut es weh.”

(SkySport.de)

sky-kombi-neu

Beitragsbild: Twitter @LFC