Köln und Union Berlin kämpfen im Fernduell gegen den Abstieg
Am letzten Spieltag der deutschen Bundesliga fällt am Samstag (15.30 Uhr) die Entscheidung, wer den Gang in die zweite Liga antreten wird. Köln muss auswärts gegen Heidenheim gewinnen und gleichzeitig darf Union Berlin zu Hause gegen Freiburg nicht punkten, damit das Team rund um die ÖFB-Legionäre Florian Kainz und Dejan Ljubicic noch eine Chance auf den Klassenerhalt hat. Auch Mainz und Bochum sind vor der finalen Runde noch nicht gerettet.
Die Rechnung für die Kölner ist einfach, sie müssen gewinnen und Union Berlin, das drei Punkte Vorsprung hat, muss verlieren. Außerdem müssen sie die um drei Tore schlechtere Tordifferenz aufholen, ansonsten steigt der „Effzeh“ zum siebenten Mal seit Gründung der Liga ab. „Wir sind brutal zuversichtlich. Die Mannschaft ist positiv und voller Energie“, gab sich Trainer Timo Schultz allerdings optimistisch.
Last-Minute-Sieg bringt Hoffnung
Der Last-Minute-Sieg vergangene Woche über die Berliner hat Köln überhaupt in die Lage gebracht. „Wir glauben bis zum Ende daran. Wir kämpfen bis zur letzten Sekunde“, sagte Schultz. ÖFB-Legionär Ljubicic wird bei der Mission Klassenerhalt wieder in Kader zurückkehren, er fehlte zuvor krankheitsbedingt rund einen Monat.
Union Berlin droht hingegen der wohl schlimmste Absturz in der Bundesliga seit 55 Jahren. Damals stieg Nürnberg als Meister ab, die „Eisernen“ würden als Champions-League-Teilnehmer den Gang ins Unterhaus antreten. „Angst? Habe ich keine“, betonte allerdings Interimstrainer Marco Grote. Sollte die Mannschaft um Kapitän Christopher Trimmel, der vor dem entscheidenden Spiel noch seinen Vertrag verlängerte, gewinnen, würden auch weitere Teams noch in Abstiegssorgen geraten.
Henriksen: „Wir spielen unser Spiel“
Denn Union mit 30 Punkten auf Platz 16 liegt auch noch in Schlagdistanz zu Mainz (32) und Bochum (33). „Wir haben keinen Einfluss auf die Ergebnisse auf den anderen Plätzen. Wir spielen unser Spiel. Ich habe allen gesagt, dass ich nichts hören will von außen“, sagte Mainz-Coach Bo Henriksen vor der Partie gegen Wolfsburg. Auch Bochums Übungsleiter Heiko Butscher schlug vor dem Aufeinandertreffen gegen Bremen in eine ähnliche Kerbe: „Wir spielen auf Sieg. Das ist das, was mich interessiert. Alles andere können wir nicht beeinflussen.“ Der 16. bekommt es in der Relegation fix mit Fortuna Düsseldorf zu tun.
Auf der anderen Seite der Tabelle steht Leverkusen kurz vor der Vollendung der ungeschlagenen Bundesliga-Saison. Nur noch Augsburg steht dem Team von Xabi Alonso im Weg. „Wir wollen diese Bundesliga-Saison ungeschlagen beenden. Deshalb ist morgen unser erstes Finale“, sagte Alonso. In der kommenden Woche warten die Endspiele in der Europa League gegen Atalanta Bergamo und im DFB-Pokal gegen Kaiserslautern, zuvor darf die „Werkself“ aber im eigenen Stadion die Meisterschale entgegennehmen.
Der entthronte Meister Bayern trifft parallel im finalen Spiel von Trainer Thomas Tuchel auf Hoffenheim, Dortmund bekommt es beim Heimabschied von Publikumsliebling Marco Reus mit Fixabsteiger Darmstadt zu tun. Leipzig gastiert zum Saisonausklang in Frankfurt, während die Stuttgarter ihre Fabelsaison mit einem Heimspiel gegen Mönchengladbach beenden werden.
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