Photo Massimo Paolone/LaPresse May 30, 2021 Italy Cycling Giro d Italia 2021 - 104th edition - Stage 21 - ITT - from Senago to Milan In the pic: BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS GRENADIERS - Pink jersey PUBLICATIONxNOTxINxITAxFRAxCHN Copyright: xMassimoxPaolone/LaPressex

Kolumbien feiert Giro-Sieger Bernal

via Sky Sport Austria

Nach seinem Triumph beim 104. Giro d’Italia hat ganz Kolumbien Radprofi Egan Bernal gefeiert und beglückwünscht – und für einen Tag die seit rund einem Monat anhaltenden, von Gewalt überschatteten Proteste vergessen. So bejubelten etwa Hunderte Menschen in Zipaquira im Großraum Bogota, wo der 24-Jährige aufgewachsen ist, den Triumph, wie auf Fotos der kolumbianischen Zeitung “El Tiempo” am Sonntag (Ortszeit) zu sehen war.

Viele von ihnen trugen Trikots der Fußball-Nationalmannschaft oder Trikots der britischen Ineos-Mannschaft, deren Kapitän Bernal ist, und waren ausgestattet mit Fahrrädern. Zu den prominenten Gratulanten gehörte unter anderen Fußballer Radamel Falcao. “Beifall und Bewunderung”, schrieb der Profi von Galatasaray Istanbul auf Twitter.

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Kletterspezialist Bernal hatte seinen Gesamtsieg beim Giro d’Italia vor dem Italiener Damiano Caruso mit einem 24. Platz im finalen Einzelzeitfahren am Sonntag in Mailand perfekt gemacht. Spätestens seit seinem Sieg bei der Tour de France 2019 ist er im Radsport-verrückten Kolumbien ein Nationalheld.

Die Bürgermeisterin von Kolumbiens Haupt- und Bernals Geburtsstadt Bogota, Claudia Lopez, schrieb auch mit Blick auf den Fünften Daniel Martinez, der Bernal geholfen hatte, die ein oder andere Schwäche zu überwinden: “Glückwunsch an unsere beiden Campeones dafür, dass sie uns den Wert der Freundschaft, der Leidenschaft, der Disziplin und der Teamarbeit gelehrt haben.”

Präsident Ivan Duque hob Bernal und Martinez als Beispiel für die Jugend hervor, die derzeit gegen seine Politik demonstriert. “Danke für so viel Freude und dafür, den Namen des Landes in den Vordergrund zu stellen.” Seit Ende April gibt es in verschiedenen Städten des südamerikanischen Landes immer wieder zahlreiche Proteste und auch Ausschreitungen mit Toten.

(APA/dpa)

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