Kombinierer gehen befreit in die Weihnachtspause
Mit einer gemütlichen Weihnachtsfeier bei Lokalmatador Franz-Joseph Rehrl inklusive Keksen und Bier haben die österreichischen Kombinierer um den wiedererstarkten Johannes Lamparter den Heim-Weltcup in Ramsau ausklingen lassen. Der Doppel-Weltmeister meldete sich in der Steiermark mit den Plätzen zwei und vier in der Weltspitze zurück, bei den Frauen durfte Lisa Hirner die gleichen Ergebnisse bejubeln. „Es war echt ein richtig befreiendes Wochenende“, freute sich Lamparter.
Der Tiroler bescherte den ÖSV-Kombinierern in der Steiermark das erste Stockerl der Saison. Für Männer-Cheftrainer Christoph Eugen kam der Erfolg zum Jahresabschluss unerwartet. „Wir haben immer gewusst, dass Jo das draufhat. Aber ich hätte nicht damit gerechnet, dass es schon dieses Wochenende klappt“, war Eugen zufrieden, das sei hervorragend. Am Samstag fehlte Lamparter im Schlussspurt gegen den siegreichen Deutschen Vinzenz Geiger nur mehr eine Kleinigkeit auf den Sieg.
Das gebe „ganz, ganz viel Selbstvertrauen“, betonte Lamparter im Zielraum, er wisse, in welche Richtung es geht. Besonders auf der Schanze meldete sich der 21-Jährige mit guten Sprüngen zurück, in der Loipe war er wieder bei den Schnellsten. „Mich freut am meisten, dass es auf der Schanze leichter für ihn gegangen ist“, sagte Eugen. Auch Stefan Rettenegger zeigte mit den Plätzen 6 und 9 wieder auf. „Der Bua macht mir richtig Freude. Er hat eine richtige Gaudi und macht eine sehr gute Entwicklung“, sprach Eugen lobende Worte.
Bei den Frauen manifestierte Hirner ihren Platz in der Weltspitze, obwohl sie in Ramsau verkühlt an den Start gegangen war. „Unterm Strich bin ich sehr zufrieden“, zog die Steirerin, die im Zielraum eine kleine Schachtel Kekse als Geschenk bekam, Bilanz. Der Plan für die freie Zeit vor dem nächsten Weltcup in Otepää/Estland Anfang Jänner? „Heimfahren, Kekse essen und schauen, dass ich wieder ganz fit werde.“
Eine große Aufgabe schrieb sich Hirner aber noch auf die „To-Do-Liste“: Telemark trainieren. „Der muss in Zukunft einfach sein“, sagte die Eisenerzerin, die in Ramsau etwa 30 Sekunden mit einer Bruchlandung verschenkte. „Es ist auch nicht so, dass ich es nicht könnte.“ Doch erst einmal werden in der Heimat bei der Familie die Akkus aufgeladen.
(APA) / Bild: Imago