Kränkelnde Liensberger fährt in Åre um Minichance

Slalom-Ass Katharina Liensberger will an diesem Sonntag in Åre die minimale Chance auf den Gewinn der kleinen Kugel am Leben erhalten.

Aktuell liegt die Vorarlbergerin im Ranking an dritter Stelle, die führende Zrinka Ljutic ist ihr 105 Punkte voraus, Camille Rast hat 66 Zähler Vorsprung auf Liensberger. Die wird in Schweden jedoch von einem grippalen Infekt gebremst. Die 27-Jährige wird aber beim Riesentorlauf am Samstag (9.30/12.30 Uhr) an den Start gehen.

Für Samstagfrüh wurden sturmartige Böen erwartet. Sollten die Lifte nicht fahren können, wäre der Riesentorlauf in Gefahr. Ansonsten steigt wohl der Showdown um die Kugel zwischen Federica Brignone und Alice Robinson. Saalbach-Weltmeisterin Brignone kommt in dieser Weltcup-Saison bisher auf vier RTL-Siege, liegt in der Disziplinwertung dennoch 40 Punkte hinter ihrer Rivalin aus Neuseeland, deren Konstanz verblüfft: Nur einmal war Robinson im Riesentorlauf nicht auf dem Stockerl, das war Ende November in Killington.

Liensberger geht geschwächt in den Riesentorlauf – Scheib will noch ein Topresultat

Beste Österreicherin in der Wertung ist die Sölden-Dritte Julia Scheib auf Position neun. Für die Steirerin geht es im Saisonfinish darum, noch ein Topresultat einzuheimsen. Am Sestriere-Wochenende mit zwei Rennen war sie zunächst Neunte, dann Fünfte. „Die Piste ist sehr weich, das muss man sagen“, erklärte Scheib am Freitag. „Es werden sicher zwei unterschiedliche Durchgänge.“ Ihre Ziele steckt Scheib weiter hoch: „Ich will bei den Besten mitfahren.“

Im Slalom steht nach Åre nur noch das Finale in Sun Valley auf der To-do-Liste dieses Ski-Winters. Die Kroatin Ljutic und Weltmeisterin Rast aus der Schweiz werden sich voraussichtlich ein Duell um die Kugel liefern. Rast plagen seit ihrem Sturz in Sestriere Hüftschmerzen, was es für sie schwieriger macht, die 39 Punkte aufzuholen.

Holdener und Shiffrin mit Außenseiter-Chancen

Auch die WM-Dritte Liensberger will noch in den Zweikampf eingreifen. Die Vorarlbergerin bräuchte dazu jedenfalls ein Spitzenresultat, während die Konkurrentinnen auslassen müssten. Chefcoach Roland Assinger hoffte noch auf eine baldige Genesung seiner Top-Athletin. „Wenn es geht, ist es gut, wenn nicht, dann nicht. Es muss auf jeden Fall Sinn machen“, betonte Assinger.

Im Kreis der theoretischen Anwärterinnen befinden sich auch die Schweizerin Wendy Holdener und sogar 100-Siege-Phänomen Mikaela Shiffrin, wobei eine Aufholjagd der US-Amerikanerin extrem unwahrscheinlich ist.

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(APA) / Bild: GEPA