VIENNA,AUSTRIA,16.NOV.19 - SOCCER - UEFA European Championship 2020, European Qualifiers, OEFB international match, Austria vs North Macedonia. Image shows general manager Markus Kraetschmer (A.Wien). Photo: GEPA pictures/ Walter Luger

Kraetschmer: “Man muss erst einmal die Gesundheit in den Griff bekommen”

via Sky Sport Austria

Austrias Vorstandsvorsitzender Markus Kraetschmer hat direkt nach der Klubkonferenz der Bundesliga auf der klubeigenen Videoplattform “Viola TV” Stellung zu den kommenden Tagen und Wochen bezogen. Offen ist nach wie vor, wann und wie es im Detail weitergeht. Nur Geisterspiele sind fix.

Entscheidend ist jetzt aber einmal, „dass man die Verordnung der Bundesregierung bekommt“, erst dann könne man sich weiter orientieren. Diese sollte am Montag kommen, ein Training der Kampfmannschaft in Kleingruppen wäre dann ab Dienstag oder Mittwoch möglich. Wohlgemerkt nur die Kampfmannschaft, die Wiederaufnahme der Young Violets, die fix in der 2. Liga bleiben werden, ist vorerst noch kein Thema.

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Kraetschmer: „Es gibt noch einige Arbeitsgruppen, die in der kommenden Woche mit der Bundesliga verschiedenste Themen und Fragen abarbeiten. Selbstverständlich sind wir als Austria Wien dabei überall vertreten und werden uns sehr intensiv einbringen. Denn es gibt noch sehr viele Fragezeichen bei der Lizensierung, dem Spielbetrieb, beim Terminplan für diese und kommende Saison oder dem Transferfenster.“

Wohlwissend, dass die Nachfrage und Sehnsucht nach dem Fußball bei Fans bereits sehr groß ist, bemüht man sich natürlich, so rasch wie möglich Lösungen für alle Punkte zu finden, um bald in den Normalbetrieb zurückkehren zu können. „Dahingehend werden wir alles unternehmen, aber immer mit der Rücksicht auf die möglichen Testkapazitäten, die Gesundheit und den vorhandenen Ressourcen, die möglicherweise andere in der Bevölkerung brauchen.“

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Kraetschmer: “Gibt noch so viele offene Fragen”

Aber selbst die Rückkehr in den Trainingsbetrieb ist noch nicht klar definiert. „Die Rahmenbedingungen werden von der Politik und dem Sport- sowie Gesundheitsministerium vorgegeben. Wie es Minister Kogler sagte, wollen wir uns an der deutschen Bundesliga orientieren und werden schrittweise eine Abfolge erarbeiten. Bereits festgelegt ist, dass es zuerst Kleingruppen und erst danach ein Mannschaftstraining geben kann. Wir werden uns noch am Freitag intern zusammensetzen und versuchen auch hier Lösungen zu erarbeiten.“ Aber auch da ist der Beschluss der Regierung notwendig, erst wenn wir den kennen, können wir handeln.

Liga intern gab es laut Kraetschmer jedenfalls einen sehr guten Austausch mit den anderen Klubs und auch seitens der Bundesliga mit den verschiedenen Ministerien. „Wir wollen so rasch wie möglich Klarheit schaffen, aber es gibt bei so vielen Themenbereich noch so viele offene Fragen. Und vor allem muss man erst einmal die Gesundheit seitens der Medizin in den Griff bekommen und auch das ist enorm schwierig.“

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Viele Fragezeichen

Es gäbe jedenfalls bereits viele Ideen, aber immer wieder kommt die Frage dazu: Was erlauben die Behörden? Welche hygienischen und medizinischen Maßnahmen braucht es? Bei Trainings, Spielen oder Testspielen? Was passiert, wenn jemand positiv getestet wird? Und dabei weiß man noch gar nicht, in welche Richtung sich die Infektionskurve entwickelt?

Festgelegt haben sich Kraetschmer & Co. jedenfalls schon, was die restlichen Spiele betrifft, die in dieser Saison nur noch als Geisterspiele stattfinden könnten, hinsichtlich Bonus für Abobesitzer. „Wir haben bereits einige Vorschläge für unsere Fans und Partner, kommen damit schon nächste Woche auf alle zu.“

Und alles hier genannte ist Statuts Donnerstagabend, das kann am Freitag oder Montag schon wieder ganz anders mit den Beschlüssen der Behörden aussehen.

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Bild: GEPA