Krankl zum Ausscheiden von Deutschland: „Sie waren nicht gut genug“
Deutschland hat sich wie vor vier Jahren vorzeitig von der Fußball-Weltmeisterschaft verabschiedet. Ein 4:2 gegen das ebenfalls gescheiterte Costa Rica war für das Team von Hansi Flick zu wenig. Da Japan im Parallelspiel Spanien schlug, blieb dem Weltmeister von 2014 in der Gruppe nur Platz drei.
„Gute Heimreise. Mehr kann man dazu nicht sagen. Sie waren nicht gut genug“, sagte Hans Krankl im Gespräch mit Sky Sport Austria.
Die DFB-Elf wirkte in der Defensive verunsichert. Zwei Fehler von Süle und Schlotterbeck stellten das Spiel gegen Japan auf den Kopf, gegen Spanien verteidigte Süle gegen Torschütze Morata nicht energisch genug. Die DFB-Elf brachte Costa Rica durch Patzer von Raum, Rüdiger und Klostermann zurück ins Spiel. „Sie haben in der Abwehr nicht mehr die Qualität, die sie brauchen, für die Ansprüche, die sie haben“, findet Krankl klare Worte.
Krankl: „Deutschland hat keinen echten Torjäger“
In der Offensive offenbarte die deutsche Nationalmannschaft große Schwächen im Abschluss. Sechs Treffer – vier davon gegen Costa Rica erzielte die DFB-Elf bei 69 Schüssen. Mit Niclas Füllkrug hatte Flick zwar einen echten Mittelstürmer mit, dieser kam aber nur als Joker zum Einsatz. Immerhin gelangen dem Stürmer von Werder Bremen zwei Treffer und ein Assist. „Sie haben keinen echten Torjäger. Füllkrug hat seine Sache gut gemacht, aber es fehlt ihnen ein Neuner mit Weltklasse“, meinte der Goleador.
Im Parallelspiel besiegte Japan die Spanier und stieg so als Gruppensieger ins Achtelfinale auf. Krankl: „Im ersten Match haben mich die Spanier überzeugt, danach haben sie nachgelassen. Gestern war das nicht gut.“ Nach Führung musste sich Spanien mit 1:2 geschlagen geben. „Sie haben den Ball viel zu viel hin- und hergeschoben und dabei auf den Endzweck vergessen – das Tore schießen“, sagte Krankl.
Am morgigen Samstag beginnen bei der WM in Katar die Achtelfinalspiele. Für Hans Krankl „das Schönste an einer WM.“
Bild: GEPA
