ARE,SWEDEN,06.FEB.19 - ALPINE SKIING - FIS Alpine World Ski Championships, Super G, men, award ceremony. Image shows Vincent Kriechmayr (AUT). Photo: GEPA pictures/ Mario Kneisl

Kriechmayr mit Silber in der Tasche: “Strebe nach mehr”

via Sky Sport Austria

Dem Druck, den sich Vincent Kriechmayr selbst auferlegt hat, hielt er im WM-Super-G stand und gewann mit Silber die erste Medaille seiner Karriere. Für die Abfahrt wird er sich wieder selbst belasten, denn das gehöre für ihn dazu. “Das pusht mich. Ich mache mir vor jedem Rennen Druck, weil ich vorne mitfahren will.” Freilich war es vor dem Auftaktrennen in Aare etwas mehr gewesen als sonst.

Auch Kriechmayr hat schon als kleiner Bub “von Siegen und Medaillen” geträumt. Neun Jahre war er alt, als Hannes Trinkl 2001 in St. Anton zu WM-Gold in der Abfahrt raste, mittlerweile verbindet die beiden eine Freundschaft und großer Respekt. “Ich habe all die großen Namen im Fernsehen gesehen, Hannes, als er Gold gewann. Ich bin froh, dass ich nun auch eine Medaille habe. Es war mein großer Traum, bei einer WM vorne mitzufahren”, sagte der 27-jährige Kriechmayr, der für die 100. WM-Silbermedaille in der WM-Geschichte für Österreich gesorgt hatte.

Auf die Frage, was er besonders gut gemacht habe, meinte Kriechmayr: “Sehr vieles, sonst würde es nicht für eine Medaille reichen. Ich bin sehr gut gefahren, ein paar kleine Fehler sind passiert, deswegen freut es mich umso mehr, das es eine Medaille geworden ist.” Es sei einer der schwierigsten Super-G seiner Karriere gewesen, aber schwierige Rennen kämen ihm auch entgegen. “Aber viel schwieriger hat es nicht sein dürfen, dann wäre ich auch draußen gestanden”, war ihm bewusst.

Enttäuschung vor Euphorie

So war Kriechmayr zuerst auch enttäuscht, als er nach den kleinen Fehlern im Ziel abgeschwungen hatte – 9/100 Rückstand auf den Südtiroler Dominik Paris leuchteten auf. “Ich habe mittlerweile aber auch die Wiederholung von Dominik gesehen. Der hat sich auch irrsinnig geärgert und hat Gold geholt”, sagte der ÖSV-Läufer, der froh war, dass die herausfordernden Lichtbedingungen bei den Top 20 gleich geblieben waren. “Die Besten haben sich dementsprechend durchgesetzt.” Paris war mit Startnummer drei gefahren, Kriechmayr mit neun.

So stolz und happy ihn der erfüllte Medaillentraum mache, so sehr war der Blick auch schon wieder auf die Abfahrt gerichtet. “Die Strecke kommt mir sehr entgegen. Ich glaube, dass ich sehr gelassen in die Abfahrt gehen kann. Ich habe jetzt meine Medaille, aber natürlich strebe ich nach mehr. Sonst wäre ich kein Rennfahrer, ich möchte wieder um Medaillen mitkämpfen. Ich hoffe, dass ich zeigen kann, dass ich vielleicht noch weiter nach vorne komme”, sagte Kriechmayr.

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Beitragsbild: GEPA

(APA)