Kriechmayr: „Sicher bin ich sauer“
Marco Odermatt hat seinen 33. Weltcupsieg, den neunten in dieser Saison, eingefahren. Der Schweizer setzte sich im zweiten Super-G von Garmisch-Partenkirchen am Samstag 0,30 Sek. vor dem Österreicher Raphael Haaser und 0,61 vor seinem Landsmann und Talent Franjo von Allmen durch.
Vincent Kriechmayr landete auf Platz vier (+0,64). Für Haaser war es der zweite Podestrang in diesem Winter. In der Disziplinwertung hat Odermatt 121 Punkte Vorsprung auf Kriechmayr, 168 auf Haaser.
Kriechmayr bewegte sich im Vergleich zum Vortag, als er Fünfter wurde, mehr am Limit, so gnadenlos hindrücken wie Odermatt könne er derzeit aber nicht, meinte der Oberösterreicher. „Es war eine solide Fahrt. Im Mittelteil habe ich den Radius nicht so eng halten können wie die Konkurrenz, da habe ich eine sehr schlechte Teilzeit. Beim Rest war ich eh gut im Geschäft. Hilft halt nicht, Odi war wieder herausragend. Weiterarbeiten.“
„Ich wäre gescheit überheblich, wenn ich jetzt sage, das ist eine Krise“
Seinen Ärger konnte Kriechmayr nicht unterdrücken. „Sicher bin ich sauer, ich bin mit anderen Erwartungen hierhergekommen. Ich habe schon einige kleinere Tiefs einmal gehabt, aber ich darf mich nicht beschweren, ich bin gesund, es hat heuer schon viele Verletzungen gegeben. Ich wäre gescheit überheblich, wenn ich jetzt sage, das ist eine Krise.“ Für das ÖSV-Team war es der erste Speed-Podestplatz seit dem zweiten Platz von ebenfalls Hasser im Super-G von Bormio Ende Dezember. „Es freut mich für Haasi, für mich zipft es mich voll an. Für die Mannschaft tut es vielleicht gut“, sagte Kriechmayr.
(APA) / Bild: GEPA

