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Kritisierte Spielfortsetzung: UEFA verweist auf Statuten

via Sky Sport Austria

Die Europäische Fußball-Union verweist in der Diskussion über die Fortsetzung des Dänemark-Spiels nach dem Kollaps von Starspieler Christian Eriksen noch am Samstagabend zunächst auf das Regelwerk. Dieses legt grundsätzlich das Vorgehen bei der “Neuansetzung von Spielen” (Artikel 29) fest, nicht aber, wie nach medizinischen Notfällen wie am Samstagabend im Parken Stadion von Kopenhagen zu verfahren ist.

“Kann ein Spiel nicht wie geplant beginnen oder nicht zu Ende gespielt werden, werden das vollständige Spiel bzw. die verbleibenden Spielminuten grundsätzlich am folgenden Tag ausgetragen”, schreibt der Dachverband vor. Nach übereinstimmenden Aussagen von Samstag hatten beide Mannschaft entschieden, noch am Abend weiterzuspielen. Zur Wahl stand der Sonntagmittag als Alternativtermin. Vor der Entscheidung soll Eriksen per Videotelefonat aus dem Krankenhaus mit seinen dänischen Mitspielern gesprochen haben.

Der 29-Jährige war in der 43. Minute der Partie kollabiert und reglos auf dem Rasen liegen geblieben, sofort herbeigerufene Helfer hatten lebensrettende Maßnahmen eingeleitet. Eriksen wurde anschließend ins Krankenhaus transportiert. Sein Zustand sei weiter stabil, teilte der dänische Verband am Sonntag mit. Bei einem Gespräch am Morgen habe Eriksen seinen Mannschaftskollegen seine Grüße ausgerichtet.

Die Fortsetzung der Partie noch am Abend wurde in den Sozialen Medien und auch von früheren Nationalspielern teils heftig kritisiert. Wenn so etwas passiere, “sind sie voller Emotionen und haben nicht die Übersicht, um wichtige Entscheidungen zu treffen. Es muss jemanden geben, der dann sagt: Wir hören hier auf”, sagte Dänemarks Fußball-Legende Michael Laudrup als EM-Experte des dänischen Fernsehsenders TV3+.

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Das Spiel wurde nach einer Unterbrechung von 107 Minuten fortgesetzt. Der 56 Jahre alte Laudrup hält das “nicht für die richtige Wahl. Ich finde es falsch, eine Entscheidung so kurz nach einem emotionalen Ereignis treffen zu müssen”, meinte er. “Da hätte man sagen sollen: “Wir werden heute Abend nicht mehr spielen. Dann werden wir wahrscheinlich später die Gelegenheiten finden.”

(APA) / Bild: Imago