BISCHOFSHOFEN,AUSTRIA,06.JAN.20 - NORDIC SKIING, SKI JUMPING - FIS World Cup, Four Hills Tournament, large hill. Image shows the rejoicing of Dawid Kubacki  (POL). Photo: GEPA pictures/ Christian Walgram

Triumphator Kubacki dominiert Tournee-Abschluss

via Sky Sport Austria

Der Pole Dawid Kubacki ist der große Triumphator der 68. Vierschanzentournee. Vor dem abschließenden Bewerb am Montag in Bischofshofen in Führung der Gesamtwertung gelegen, holte er in Salzburg auch noch einen Tagessieg und sicherte sich den Sieg in der Gesamtwertung überlegen mit 20,6 Punkten Vorsprung. Für den Österreicher Stefan Kraft wurde es Tagesrang vier und Gesamtplatz fünf.

Damit landete der Salzburger bei der Traditionsveranstaltung dreimal auf Rang vier, das gesamte österreichische Team blieb bei der Tournee ohne Podestplatz. “Ich hätte mir Platzierungen weiter vorne gewünscht”, sagte ÖSV-Cheftrainer Andreas Felder. “Wir haben es bei der Tournee nicht ganz rübergebracht, einige waren ein bisschen verkrampft, waren nicht so locker wie im Vorfeld.” Kraft: “Dreimal Vierter ist schon ein bisschen ungut. Es liegt eng beieinander. Es muss alles zusammenpassen.”

Den Tages- sowie den Gesamtsieg machten sich die Top-Favoriten untereinander aus. Im ersten Durchgang war der Japaner Ryoyu Kobayashi aus dem Kreis der engsten Anwärter gefallen, er ging nur als Elfter in den Finaldurchgang. Letztlich reichte es für ihn zu Tagesrang sieben und Gesamtrang vier. Während Kubacki mit zweimaliger Bestweite nichts anbrennen ließ, wahrte der Norweger Marius Lindvik mit Tagesrang drei Gesamtrang zwei, um 2,6 Punkte vor dem deutschen Tageszweiten Karl Geiger.

“Ich habe es geschafft, einen guten Sprung zu machen. Auch der Sieg im Tagesbewerb ist super”, erklärte Kubacki. “Ich war fokussiert auf das, was ich auf der Schanze machen muss. Das ist es.” Dem 29-Jährigen gelang der insgesamt vierte polnische Tournee-Gesamtsieg nach Adam Malysz 2000/01 sowie Kamil Stoch 2016/17 und 2017/18. Zweitbester Österreicher wurde jeweils Philipp Aschenwald, in der Tageswertung als Zehnter sowie gesamt als Elfter.

Stimmen nach dem Springen in Bischofshofen:

Andreas Felder (Cheftrainer Österreich): “Die Mannschaft hat gut gekämpft. Wir hatten einen holprigen Start. Ich hätte mir Platzierungen weiter vorne gewünscht, wir haben gewusst, wir haben es drauf. Wir haben es bei der Tournee nicht ganz rübergebracht, einige waren ein bisschen verkrampft, waren nicht so locker wie im Vorfeld. Sie haben gekämpft wie die Löwen. Stockerlplatz ist es keiner geworden, leider schade. Krafti kann man keinen Vorwurf machen, es ist halt dreimal der vierte Platz geworden.”

Stefan Kraft (AUT/Gesamt-5.): “Es geht mir nicht gut. Schade, dass von den drei keiner Federn lassen hat. Dreimal Vierter ist schon ein bisschen ungut. Es liegt eng beieinander. Es muss alles zusammenpassen. Ich habe alles gegeben, die waren besser. Das muss ich akzeptieren. Es ist ein sehr hohes Niveau, das ich springe. Das Nötige hat gefehlt, dass es richtig ausgeht. Das nötige Glück haben wir auch nicht gehabt, auch von den Windpunkten her.”

Dawid Kubacki (POL/Gesamtsieger): “Ich habe es geschafft, einen guten Sprung zu machen. Auch der Sieg im Tagesbewerb ist super. Ich war fokussiert auf das, was ich auf der Schanze machen muss. Das ist es. Als ich gelandet bin, habe ich es realisiert. Die Landung war nicht so toll, es war ein Risiko.”

Marius Lindvik (NOR/Gesamt-2.): “Ich habe vor der Tournee gehofft, in die Top Ten zu kommen. Jetzt bin ich Zweiter, es ist ein Wahnsinn. Ich habe einfach den Fokus gehalten vor jedem Wettkampf. Die Möglichkeit zu gewinnen war da, aber Kubacki war stärker.”

Karl Geiger (GER/Gesamt-3.): “Ich bin schon extrem zufrieden. Es waren sehr gute Wettkämpfe, alle vier. Ich kann mir nichts vorwerfen und genieße es jetzt. Ich habe noch einmal die Schraube gefunden, um Spannung aufzubauen. Das war mit Abstand meine beste Tournee. Oberstdorf, in meiner Heimat, das wird mir im Kopf bleiben.”

Philipp Aschenwald (AUT/Gesamt-11,): “Ich bin sehr zufrieden mit den Sprüngen. Der eine oder andere Tag war nicht der beste Tag. Ich bin aber zufrieden, es war ein hohes Niveau, ich habe gut mithalten können. Ich bin sehr stabil geworden, das konnte ich auch bei der Tournee zeigen.”

Michael Hayböck (AUT/Gesamt-18.): “Es hat immerhin immer für den zweiten Durchgang gereicht. Das war vor der Tournee nicht selbstverständlich, aber noch nicht das, was ich mir erhofft und erwünscht hätte. Grundsätzlich passt es, der Weg stimmt. Die Sicherheit fehlt noch. Ich weiß, dass mehr drin wäre.”

Gregor Schlierenzauer (AUT/Gesamt-26.): “Ich habe schon bessere Tourneen erlebt. Aber es ist eine neue Zeitrechnung für mich, ich war vier, fünf Jahre weg vom Fenster. Der Weg nach oben stimmt, der Bergisel war das Highlight. Ergebnislisten lügen nicht, zeigen, dass noch was zu tun ist.”

(APA)

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Beitragsbild: GEPA