Länderspiel Ende März in Wien: ÖFB spendet Hälfte der Ticket-Erlöse an Ukraine

via Sky Sport Austria

Im Gegensatz zum Gegner im Länderspiel am 29. März steht eine Hilfsaktion des ÖFB bereits fest: 50 Prozent der Ticketing-Erlöse der Partie im Ernst-Happel-Stadion werden der Ukraine sowie dort tätigen Hilfsorganisationen zugutekommen. Das teilte der ÖFB am Dienstag im Rahmen der Bekanntgabe des Aufgebots mit. Der ÖFB-Partner UNIQA werde die Summe noch erhöhen.

Österreichs Nationalteam testet am 29. März in Wien aller Voraussicht nach gegen Schottland, Schweden oder Tschechien. Endgültig wird der Gegner aber erst nach dem Halbfinale im WM-Play-off fünf Tage davor in Wales feststehen. Ein entsprechender Plan werde derzeit „intensiv diskutiert“, erklärte ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold am Dienstag in einer Pressekonferenz. „Stand jetzt gibt es aber noch keine Vereinbarung und keine Planungssicherheit für uns.“

„Wir wissen aktuell, dass wir gegen einen Europäer spielen werden“, sagte Neuhold Dienstagmittag. Final könne er die Szenarien aber nicht bestätigen, weil „noch keine wirtschaftliche Einigung“ erzielt sei. Grundsätzlich würde auch die Option bestehen, gegen ein afrikanisches Team anzutreten. „Damit beschäftigen wir uns aber nicht.“

Die Zentralvermarktung des europäischen Verbandes UEFA schreibt an dem Termin ein Testspiel vor. Das Improvisieren war notwendig geworden, weil das zweite Play-off-Halbfinale im Pfad A zwischen Schottland und der Ukraine wegen des Ukraine-Krieges vorerst auf Juni verschoben wurde. Gegen die Schotten würde das ÖFB-Team daher nur testen, wenn man in Wales verlieren sollte. Im Erfolgsfall wäre wohl der Verlierer des Halbfinal-Duells zwischen Schweden und Tschechien der Test-Gegner.

Dichtes Programm im Juni möglich

Sollte das ÖFB-Team am Donnerstag in einer Woche die Hürde Wales nehmen, würde im Juni wohl ein noch dichterer Terminplan warten. Dort stehen für Österreich bereits vier Partien in der höchsten Liga der Nations League – am 3. Juni in Kroatien, am 6. Juni gegen Dänemark, am 10. Juni gegen Frankreich und am 13. Juni in Dänemark – auf dem Programm. „Tendenziell kann davon ausgegangen werden, dass das Play-off-Finale in den Juni integriert wird“, sagte Neuhold. „Es zeichnet sich aber noch keine finale Lösung ab.“

In den nächsten zwei bis drei Wochen seien weitere Gespräche mit dem Weltverband FIFA als WM-Ausrichter und der UEFA zu erwarten. Bei der WM-Auslosung am 1. April in Doha würden die Österreicher im Falle eines Sieges in Wales als möglicher Teilnehmer mitausgelost werden – ohne zu wissen, ob man im Spätherbst tatsächlich in Katar vertreten ist und wann genau die Entscheidung darüber fällt.

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(APA)/Bild: GEPA