LASK erhofft aus Auftakt nach Maß „großen Impact“
Die erste Aufgabe bei einem vormaligen Angstgegner hat der LASK erfolgreich erledigt. Das 2:1 beim TSV Hartberg werteten die Linzer als verdienten Erfolg, auch wenn die Schlussphase mit ein wenig Zittern nicht ganz nach Geschmack der Sieger verlief. „Für die Stimmung und das Vertrauen kann dieser Sieg zum Start einen großen Impact haben“, sagte Trainer Thomas Darazs zur Bedeutung des Auftaktsieges. Dabei waren die namhaftesten Neuzugänge beim LASK noch gar nicht dabei.
Jerome Boateng und Maximilian Entrup stehen vielleicht noch Wochen nicht zur Verfügung. Angesichts der Kaderdichte sollte der LASK dies auffangen können. Filip Stojkovic agierte zwar auf der ungewohnten Position in der Innenverteidigung, erledigte dies aber souverän. Verlassen konnte sich der LASK auf Torhüter Tobias Lawal, dessen wichtige Parade gegen Dominik Prokop gegen Ende der Partie Hartbergs Markus Schopp als „abartig“ bezeichnete.
„Hartberg hat es wie in der Vorsaison wieder richtig gut gemacht. Deshalb können wir sehr zufrieden sein“, sagte Nationalkeeper Lawal nach der Partie. Darazs sah in der kritischen Phase „das Herz, die Leidenschaft und den Zusammenhalt im Team“. Der Schlüssel zum Dreier – es war der zweite gegen Hartberg hintereinander nach davor elf erfolglosen Versuchen – waren an diesem Tag jedenfalls ruhende Bälle. Philipp Ziereis köpfelte nach einem Eckball ein, Melayro Bogarde profitierte von einem nur kurz abgewehrten Zulj-Freistoß.
Lawal: „Können heute sehr zufrieden sein“
Darazs berichtete durchaus zufrieden, dass Standardsituationen ein Bereich waren, an dem im Sommer gearbeitet wurde. Mit dem Ball präsentierte sich seine Elf ebenfalls stark. Es klang fast wie eine Warnung an die Konkurrenz, als Darazs sagte: „Ich glaube, dass es sich die Burschen tatsächlich nicht zutrauen, wie gut sie eigentlich sein können. Es gibt Trainingseinheiten, wo mir das Herz lacht.“ Sollte es gelingen, dies auch auf dem Spielfeld umzusetzen, so der Wiener, „bin ich gespannt, was wir erreichen können“.
Schon vor Anpfiff hatte Darazs über den Status von Boateng berichtet. Der zuletzt an den Adduktoren verletzte deutsche Ex-Weltmeister stieg demnach bereits ins Training ein. „Der sportliche Input und auch der menschliche ist überragend“, berichtete der Coach über den 35-Jährigen. Boateng versuche, alle Spieler zu pushen.
Bei den Hartbergern zog Markus Schopp ein zwiespältiges Resümee des ersten Auftritts der neuen Saison. Der Sportchef der Oststeirer monierte wieder einmal „Kleinigkeiten, die uns in solchen Spielen das Genick brechen. Das ist ärgerlich.“ Er bezog sich dabei auf die beiden Gegentore, bei denen er Gegenwehr und auch Cleverness vermisste. „Wir sind auf eine Mannschaft getroffen, die in den entscheidenden Momenten abgebrühter ist und nicht so fehleranfällig war“, sagte Schopp.
Schopp: „Der große Unterschied heute waren die Torhüter“
Laut seinen Angaben wird noch am Hartberger Kader geschraubt, weitere Neuzugänge sind möglich. Torschütze Dominik Prokop sah den in der Vorsaison überraschend starken Außenseiter schon jetzt gut aufgestellt. „Wir sind auf einem guten Weg, zu einer sehr guten Mannschaft zu werden, die wieder hohe Ambitionen hat“, so der Mittelfeldmann. Das anstehende Programm der Hartberger bleibt knackig: Kommendes Wochenende gastiert man in Graz bei Meister Sturm. Danach folgen Partien gegen die Wiener Austria und Salzburg.
(APA) / Artikelbild: GEPA
