LASK gewinnt Linzer Derby gegen Blau-Weiß

via Sky Sport Austria

Ein ausverkauftes Paschinger Waldstadion, viele Emotionen, ein 2:1-Erfolg des LASK und fliegende Sitzreihen: Das Linzer Derby zwischen dem LASK und Blau-Weiß in der Fußball-Erste Liga ist am Freitag mit schönen und hässlichen Szenen über die Bühne gegangen. In sportlicher Hinsicht avancierte Felix Luckeneder zum Mann des Spiels: Der Innenverteidiger erzielte beide Tore des LASK.

 

Die Trainer im Interview:

 

Es war das erste Linzer Derby seit vier Jahren auf Profiebene, damals hatte sich Blau-Weiß im prestigeträchtigen Vergleich mit 2:1 durchgesetzt. Die Gemüter im mit 6.290 ausverkauften Paschinger Stadion waren bereits beim Aufwärmen aufgeheizt: BW-Anhänger waren laut Polizei-Auskunft in den Fansektor des LASK eingedrungen. Fliegende Gegenstände – darunter auch Sitze – waren die Folge. Verletzt soll sich dabei niemand haben. Die Exekutive musste sich zwischen den jeweils angrenzenden Fansektoren postieren.

Die hitzige Stimmung auf den Rängen beruhigte sich jedoch alsdann und wurde von der nicht minder emotionalen Performance der Akteure auf dem Rasen abgelöst. Der Außenseiter in Blau-Weiß startete engagierter, doch der LASK übernahm relativ rasch das Kommando. Die Elf von Trainer Oliver Glasner belauerte den gegnerischen Strafraum regelrecht und hatte phasenweise 75 Prozent Ballbesitz. Doch richtig gefährlich wurde es erst ungewollt, als sich ein Flankenversuch von Rajko Rep an die Latte senkte (19.).

Der Stadt-Vergleich blieb intensiv, doch hochkarätige Möglichkeiten sahen die Zuschauer kaum. Auch Rene Renner vermochte LASK-Goalie Pavao Pervan mit einem schlitzohrigen Schuss aus spitzem Winkel nicht zu überlisten (34.).

Unschöne Szenen  vor dem Spiel


Praktisch mit dem Pausenpfiff jubelten die Schwarz-Weißen: Luckeneder köpfelte sich nach Peter Michorls Freistoßflanke den Ball an den eigenen Arm, von dem die Kugel ins Tor sprang. Das Tor zählte. Die Reklamationen des Aufsteigers folgten prompt: Der aufgebrachte BW-Goalie Hidajet Hankic bestürmte den Schiedsrichter-Assistenten. Schiedsricher Markus Hameter musste auf dem langen Weg in die Kabine die lautstarke Kritik von Trainer Wilhelm Wahlmüller über sich ergehen lassen.

Nach dem Seitenwechsel jubelte Trainer Wahlmüller, zeigte Hameter doch auf den Elfmeterpunkt. Doch Florian Krennmayr scheiterte mit seinem schwach geschossenen Elfmeter an LASK-Goalie Pervan (51.). Dogan Erdogan hatte zuvor Darijo Pecirep im Strafraum zu ungestüm attackiert. Im Gegensatz dazu nützte der LASK seine Chancen eiskalt: Luckeneder setzte sich im Luftkampf gegen Thomas Jackel durch und köpfelte wuchtig zum 2:0 ein (58.).

Mit dem Mut zur Verzweiflung kamen die Gäste noch zu Topgelegenheiten. Thomas Goiginger scheiterte mit seinem Schuss an Pervan und der Latte und Renners Nachschuss blockte Luckeneder (61.). In der 83. Minute machte LASK-Leihgabe Tobias Pellegrini mit einem verwerteten Abpraller die Partie noch einmal spannend. Der Ausgleich gelang dem Außenseiter aber nicht mehr.

Zum überhaupt ersten Mal fand das Derby im Paschinger Waldstadion statt. Der LASK hatte nach langen Diskussionen mit der Stadt Linz als Vermieter der Linzer Gugl den Rücken gekehrt und könnte nun sogar die kommenden sechs Jahre in Pasching spielen. Der ehemalige Sport-Vorstand Jürgen Werner schloss im Halbzeit-Interview gegenüber “Sky” bereits eine baldige Rückkehr aus.

 

Strittiger Treffer im Linz-Derby: Handspiel oder Tor?

Das 1:0 von Felix Luckeneder im Linzer-Derby zwischen dem LASK und Blau-Weiß Linz sorgte für viele Diskussionen. Der LASK-Innenverteidiger drückte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit den Ball mit dem Arm über die Linie – der Schiedsrichter erkannte jedoch kein strafbares Handspiel.

 

Für Sky-Experte Alfred Tatar gibt es jedoch keine zwei Meinungen.

Tatar: “Wenn das ein Tor ist, fresse ich einen Besen”

 

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