LASK hadert mit Gelb-Rot für Kapitän Horvath – „Ein Moment der Arroganz“
Der LASK musste im Bundesliga-Duell mit Red Bull Salzburg nicht nur eine klare 0:3-Niederlage hinnehmen, sondern auch eine umstrittene Gelb-Rote Karte gegen Kapitän Sascha Horvath. Der Mittelfeldspieler sah in der 35. Minute innerhalb weniger Sekunden zwei Verwarnungen nach Kritik am Unparteiischen Julian Weinberger.
Sacramento über Weinberger: „Moment der Arroganz“
LASK-Trainer Joao Sacramento zeigte sich nach der Partie verärgert über die Entscheidung: „Es war etwas schwer mit dem Schiedsrichter zu sprechen. Die erste Gelbe Karte gab es dafür, dass er zu intensiv in seine Richtung gelaufen ist. Es gibt Regeln, dass nur der Kapitän mit dem Schiedsrichter sprechen kann. Die zweite Karte soll er bekommen haben, weil Sascha Horvath gesagt hat, ‚Mach mal die Augen auf!‘“
Zum Verhalten des Unparteiischen meinte Sacramento: „Das war ein Moment der Arroganz. Der Schiedsrichter hat komplett die Kontrolle über die Situation verloren. Bis dahin war es für die Zuseher ein richtig gutes Match. Da fehlt mir die Sensibilität des Schiedsrichters. Sascha Horvath war verzweifelt und wollte sich erklären. Ich kann das verstehen. Menschliche Fehler sind irgendwo normal, aber ich fordere da ein bisschen Fingerspitzengefühl.“
Ausschluss nach Schiri-Kritik – Horvath: „Habe ihn nicht beleidigt“
Horvath selbst verteidigte sich nach der Partie: „Ich habe gesagt, jede 50:50-Aktion ist für Salzburg und das gibt’s doch nicht. Ich hatte natürliche extreme Emotionen dabei. Ich habe meine Mitspieler gefragt, ob ich ihn beleidigt habe und sie haben gesagt, ‚Nein, das hast du nicht.‘ Dann verstehe ich überhaupt nicht, warum man da Gelb-Rot gibt.“
„Möchte ich nicht wiedergeben im Fernsehen“: Weinberger erklärt Ausschluss
„Er hat die erste gelbe Karte für die Kritik bekommen, weil er mich übermäßig hart angegangen ist. Ich habe ihm mehrmals gesagt, dass er sich entfernen soll, obwohl er Kapitän ist. Gerade als Kapitän sollte er eine Vorbildwirkung für die Mannschaft haben. Dem ist er nicht nachgekommen. Er hat Worte gesagt, die das Maß überschritten haben. Die Worte die er dann gesagt hat, möchte ich nicht im Fernsehen wiedergeben.
Sky-Experte Marc Janko zeigte sich irritiert: „Ich kann es nicht verstehen, dass der Schiedsrichter nicht in die Kamera sagen möchte, was der Spieler zu ihm gesagt hat. Das unterstützt eher die Theorie, dass Sascha Horvath wirklich nichts Schlimmes gesagt hat. Wenn man sich die Körpersprache anschaut, dann war nichts dabei, wo sich der Schiedsrichter bedroht oder in seiner Ehre gekränkt fühlt.“
(Red.)/Beitragsbild: GEPA
