LASK ringt mit Lissabons „Löwen“ um ersten CL-Punkt

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Im dritten Versuch peilt der LASK an der Stätte einer Europacup-Sternstunde den ersten Punktgewinn in der Champions League an. Die noch erfolglosen Linzer gastieren am Mittwoch in der dritten Runde der Ligaphase bei Sporting Lissabon.

Die Portugiesen haben bisher das Maximum aus ihren zwei Auftritten in der Königsklasse herausgeholt. In der Champions League stand Sporting vor einem halben Jahr im Viertelfinale, wo gegen Arsenal das Aus kam.

„Sporting ist von der Qualität um nichts schlechter als Liverpool“, sagte Alessandro Schöpf am Dienstag vor der Abreise aus Linz. Dietmar Kühbauer stieg mit dem Ziel in den Flieger, ein gutes Spiel abzuliefern. „Wenn wir nicht performen, dann hängen die Trauben sehr hoch“, wusste der LASK-Coach. Dennoch wäre es „schlimm, wenn wir nur hinfahren, damit wir das Stadion sehen“.

Linzer Triumph 2020

In der Höhle der „Löwen“ wusste der LASK schon einmal zu gefallen. Sechs Jahre ist es her, als die Athletiker im Estadio Jose Alvalade einen Triumph einfuhren. Im Playoff zur Europa League siegten sie 4:1 und hievten sich damit in die Gruppenphase. Vom 1. Oktober 2020 ist aufseiten der Oberösterreicher nur noch der damals eingewechselte Andres Andrade dabei.

Sporting ist in Portugal neben dem FC Porto und Benfica Teil der „Tres Grandes“ („Die großen Drei“). 21 Mal errangen Lissabons Grünweiße den Meistertitel (zuletzt 2025). In der abgelaufenen Saison wurde Sporting Zweiter hinter Porto. Im Sommer-Transferfenster erzielte der Club Einnahmen von über 200 Millionen Euro. Die Ausgaben beliefen sich auf mehr als 120 Millionen, wobei der teuerste Einkauf am Mittwoch fehlt: Der uruguayische Offensivmann Rodrigo Zalazar ist verletzt.

Kühbauer: Stadion „zum Stillstand bringen“

Dass die Portugiesen über den LASK zu stellen sind, ist nicht nur Kühbauer klar. „Diese Mannschaft hat ein richtiges Feuer. Wir müssen in allen Belangen Dinge besser machen, dass wir zu etwas kommen.“ Im über 50.000 Zuschauer fassenden Alvalade-Stadion erwartet sein Team eine stimmungsvolle Atmosphäre. „Noch schöner wäre es, wenn wir das volle Stadion zum Stillstand bringen“, sagte Kühbauer.

Blieben die Linzer beim 4:0 in Lustenau am vergangenen Wochenende nach sieben Pflichtspielen wieder ohne Gegentreffer, ist in Lissabon diesbezüglich Schwerstarbeit angesagt. Gefahrenherd Nummer eins für Andrade und Co. dürfte Luis Suarez sein. Der Kolumbianer hat in zehn Pflichtspielen dieser Saison neun Tore erzielt. Auch beim 3:1 gegen Galatasaray sowie beim 2:0 in Lens traf der Mittelstürmer für seine in dieser Saison in zehn Pflichtspielen noch ungeschlagene Mannschaft.

Die Linzer müssen und wollen sich steigern, um in der Champions League anzuschreiben. Schöpf nannte die Arbeit gegen den Ball als verbesserungswürdig. Offensiv müsse man die Chancen nutzen, so Österreichs WM-Teilnehmer. Der Sieg in Lustenau habe nach den vergangenen Wochen gut getan. Eines ist laut Schöpf aber auch klar: „Lustenau hat nicht die Qualität von Lissabon.“

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