KLAGENFURT,AUSTRIA,30.SEP.21 - SOCCER - UEFA Europa Conference League, group stage, Linzer ASK vs Maccabi Tel Aviv. Image shows the disappointment of Thomas Goiginger (LASK). Photo: GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber

LASK trauert vergebenem Sieg gegen Maccabi Tel Aviv nach

via Sky Sport Austria

Am Ende hielten sich Stolz und Ärger die Waage: Der LASK hat Donnerstagabend in Gruppe A der Fußball Conference League im „Heimspiel“ in Klagenfurt gegen Maccabi Tel Aviv eine gute Leistung gezeigt, es reichte aber nur zu einem 1:1 (Spielbericht + Video-Highlights). Der späte Ausgleich der Gäste aus Israel verhinderte den zweiten Dreier im Bewerb, allerdings sind die Linzer unter Coach Andreas Wieland noch unbesiegt. Mit dem Punkt gegen den wohl stärksten Gruppen-Gegner sind die Aufstiegschancen intakt.

Drei Siege haben die Athletiker mit Wieland bisher gefeiert, zweimal wurde remisiert, so auch gegen Maccabi. Hatten zuletzt vor allem die Ergebnisse gepasst, während die Leistung auf dem Feld teils inkonstant war, so gestaltete es sich beim zweiten Linzer Auftritt in der Conference League Gruppenphase umgekehrt. Über weite Strecken hatte die Wieland-Elf das Spiel im Griff, stand defensiv sicher und ließ kaum Chancen des 24-fachen israelischen Meisters zu. „Wir haben heute von der ersten Minute weg aggressiv gegen den Ball gespielt und haben uns gleich belohnt“, meinte Sascha Horvath, der den LASK in der 11. Minute in Führung geschossen hatte, nach dem Match.

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Wieland: „Wir haben es leider verabsäumt, frühzeitig den Sack zu zumachen“

Wieland sah eine „ansprechende Leistung“ der Seinen gegen einen „sehr, sehr guten Gegner“. Manko war die Chancenverwertung, einige Male scheiterten die Oberösterreicher am starken israelischen U21-Nationalkeeper Daniel Peretz. „Wir haben es leider verabsäumt, frühzeitig den Sack zu zumachen und das zweite Tor zu erzielen. Wir haben dadurch Maccabi die Möglichkeit gelassen, noch einmal zurückzukommen“, zeigte sich Wieland unzufrieden ob des späten Treffers von Eden Shamir (88.).

„Am Ende müssen wir es schlauer und abgeklärter spielen. Da war es ein bisschen wild“, war sich Stürmer Alexander Schmidt bewusst, der für den verletzten Mamoudou Karamoko in die Startelf rückte, beim Gegentreffer aber nicht mehr auf dem Platz stand. „Der Ausgleich in der 88. Minute ist natürlich extrem bitter, aber trotzdem können wir zufrieden sein mit der Leistung“, betonte Horvath.

Dass gerade die Chancenverwertung beim LASK ein Thema ist und einer Verbesserung bedarf, ist Wieland klar. „Das ist das Salz in der Suppe beim Fußballspielen, dass man die Chancen, die sich einem bieten, effektiv nutzt. Es gibt noch viele Bereiche, in denen wir arbeiten können, um eben unsere Situationen besser fertig zu spielen.“ Im Europacup bieten sich dazu die nächsten beiden Gelegenheiten gegen Alashkert, das daheim 2:4 gegen HJK Helsinki verlor. „Wir haben jetzt ein Doppelspiel gegen die Armenier, und da heißt es, Punkte zu sammeln“, forderte der 38-jährige LASK-Trainer.

Wenig erfreulich war die triste Kulisse in Klagenfurt. Das weite Rund des Wörthersee-Stadions präsentierte sich leer, nicht einmal 1.000 Zuschauer verfolgten das Spiel an Ort und Stelle. Die Linzer wollten das aber nicht als Ausrede für das fehlende Happy End heranziehen. „Jeder Sportler wünscht sich ein volles Stadion. Aber wir müssen uns auf unseren Job konzentrieren. Wir müssen alles dafür tun, dass wir die Fans dazubringen, diesen Weg auf sich zu nehmen, um das Stadion zu füllen“, erklärte Wieland. Und Alexander Schmidt ergänzte: „Ich fokussiere mich auf meine Leistung. Ob 10.000 oder nur 2.000 Leute da sind, ist mir dann im Endeffekt egal.“

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Nun wartet Liga-Schlager in Salzburg

Mehr Fans wird es am Sonntag im Auswärtsspiel beim Meister Red Bull Salzburg (ab 16:30 Uhr live auf Sky Sport Austria 1 – streame das Spiel mit dem Sky X Traumpass) geben, wenngleich nicht unbedingt jene des LASK. Die Aufgabe wird jedenfalls nicht leichter. „Wir versuchen jetzt sofort zu regenerieren, zu Kräften zu kommen. Die Ausgangslage ist sehr logisch: Wir sind jetzt nicht der Favorit. Aber für uns ist das eine extrem spannende Herausforderung, wo wir wieder einen nächsten Schritt machen können, wo wir wieder an unserem Spiel feilen können, wo wir wieder versuchen werden, alles rauszuhauen“, so Wieland.

Dass seine bisherige Erfolgsserie als LASK-Cheftrainer gegen Salzburg reißt, hat jedoch eine gewisse Wahrscheinlichkeit, denn die „Bullen“ haben die noch eindrucksvollere Statistik aufzuweisen: In den bisherigen neun Ligaspielen in dieser Saison gab es ebenso viele Siege für den Meister.

Die Stimmen zum Spiel

(APA) / Bild: GEPA