WOLFSBERG,AUSTRIA,12.MAY.21 - SOCCER - tipico Bundesliga, championship group, Wolfsberger AC vs Linzer ASK. Image shows the rejoicing of Reinhold Ranftl (LASK). Photo: GEPA pictures/ Christian Walgram

LASK und Sturm nehmen noch einmal Rapid ins Visier

via Sky Sport Austria

Der Bundesliga-Dreikampf um Platz drei und das damit verbundene Europa-League-Ticket ist am Mittwoch wohl zum Zweikampf mutiert. Mit dem 4:0 beim WAC brachte sich der LASK dafür ebenso in Stellung wie das punktegleiche Sturm Graz, das bei der WSG Tirol 3:2 siegte. Bei je drei Zählern Rückstand auf Rapid darf das Duo zwei Runden vor Schluss sogar selbst noch mit Platz zwei spekulieren. Für den WAC scheint vier Punkte dahinter der EL-Zug hingegen abgefahren zu sein.

Für Sturm kam der erste Auswärtssieg im Jahr 2021 gerade zur rechten Zeit. Trainer Christian Ilzer sah seine Elf im Plansoll: „Wenn wir Top-Drei wären, das wäre ein super Ergebnis für uns.“ Lobende Worte hatte der Coach aber auch für den Gegner übrig. „Ich muss der WSG Tirol wirklich ein Riesenkompliment machen für die Entwicklung, die sie in dieser Spielzeit genommen haben. Es ist extrem schwer, gegen sie zu verteidigen“, so Ilzer.

Sturm war die effizientere Mannschaft, mit 65 Prozent Ballbesitz hatten die Wattener aber mehr Spielanteile. Zwei Runden vor Schluss fehlen der WSG weiter vier Zähler auf Rang fünf und damit einen Platz im Europacup-Play-off. Trainer Thomas Silberberger hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben: „Im Fußball passiert viel. Gegen den WAC müssen wir gewinnen“, ist die Marschrichtung klar. Auch gegen Salzburg sei am Ende noch etwas möglich: „Vielleicht spielen sie mit dem zweiten Anzug, vielleicht ist die Luft komplett raus. Uns gehen ja die Träume nicht aus in Wirklichkeit.“

LASK zurück auf der Siegerstraße

Den souveränsten Auftritt legte am Mittwoch der LASK hin. Es war Frustabbau, den die Linzer nach dem 3:3 und mehreren fragwürdigen Entscheidungen des Spielleiteres gegen Tirol betrieben, der WAC war abgesehen von der Anfangsphase ohne Chance. „Wir waren in allen Belangen in allen Phasen richtig, richtig gut und haben dem Gegner eigentlich keine Chance gelassen. Es war taktisch und einstellungsmäßig ein sehr guter Auftritt“, konstatierte der nach seiner Schiri-Kritik gesperrte Trainer Dominik Thalhammer nach dem fünften Sieg im fünften Saisonvergleich mit dem WAC (inkl. Cup).

Sein Ersatz Emanuel Pogatetz führte die „Athletiker“ aus ihrer Ergebniskrise zum erst zweiten Sieg in der Meistergruppe. „Wenn die Serie so hält, werde ich mir das überlegen“, meinte Thalhammer scherzhaft zur Option, Pogatetz weiterhin coachen zu lassen. Johannes Eggestein (18., 61/Elfmeter), Reinhold Ranftl (26.) und Dominik Reiter (92.) zeichneten für die Treffer verantwortlich. Eggestein, der nach seiner Neun-Spiele-Flaute zuletzt schon gegen die WSG getroffen hatte, scheint rechtzeitig wieder in Form zu kommen. Mit dem Heimspiel gegen Meister Salzburg (Sonntag) und der Partie bei Rapid (22. Mai) haben die Linzer noch zwei echte Schlager vor der Brust.

Pogatetz: “Das war ein Auftritt, wie wir uns den LASK vorstellen”

„Schwarzer Tag“ für den WAC

Beim WAC blieb Trainer Roman Stary eigentlich nur, einen „schwarzen Tag“ möglichst schnell vergessen zu machen. Schließlich wartet am Sonntag schon das Auswärtsduell mit Tirol. Die Innsbrucker könnten mit einem Sieg sogar bis auf einen Punkt an den WAC herankommen, der seinerseits vier Zähler hinter dem Duo Sturm/LASK liegt. Vor allem die ausgesuchte Harmlosigkeit seiner Truppe darf sich in den weiteren beiden Partien gegen die WSG bzw. Sturm nicht mehr wiederholen. „Wenn wir jetzt noch spielen würden, hätten wir auch noch kein Tor geschossen“, meinte Stary auf der Pressekonferenz lapidar. Dennoch gab er sich nach wie vor optimistisch bezüglich Platz drei: „Auch wenn es nach Zweckoptimismus klingt: Wir können das schaffen.“

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(APA)

Beitragsbild: GEPA

Stary: “Wie waren einfach zu harmlos”