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Lazio-Jungstar war beim GAK ein “etwas verträumter Bub”

via Sky Sport Austria

Graz/Rom (APA) – Real Madrid, Manchester United, Paris St. Germain, Liverpool, Chelsea: Geht es nach der Gerüchteküche, stehen Lazio Roms Jungstar Sergej Milinkovic-Savic die Türen zu Europas Fußball-Granden offen. Die Anfänge des 23-jährigen Mittelfeldmanns von Salzburgs Viertelfinalgegner in der Europa League (das Hinspiel am Donnerstag ab 20:15 Uhr live auf Sky Sport Austria HD) liegen in Graz.

Da war der Sohn von GAK-Legionär Nikola Milinkovic allerdings noch ein “etwas verträumter Bub”. Reinhard Holzschuster kann sich noch gut an seinen einstigen Schützling erinnern. Dass der Serbe eine so steile Karriere nehmen würde, habe er damals “eigentlich nicht” erwartet, sagte der damalige Trainer und aktuelle Sportlicher Leiter der U14 bis U17 sowie der Zweiermannschaft des GAK.

Als sein Vater Nikola Milinkovic zwischen 2001 und 2004 bei den “Rotjacken” spielte, kickten auch die beiden Söhne Sergej und Vanja im Nachwuchs. Der um zwei Jahre jüngere Vanja, derzeit Zweiergoalie bei Lazios Ligarivalen FC Torino, habe damals fokussierter gewirkt.

“Er war nicht der große Trainierer”

Holzschuster sah im heutigen Topmann einen “Instinktfußballer”, aber keinen absolut herausragenden Spieler. “Er war technisch sehr gut, hatte ein gutes Auge für das Spiel, hat sich aber nicht so immens von den anderen abgehoben”, meinte er. “Er war nicht der große Trainierer, ein irrsinniger Freigeist, der unglaubliche Dinge machen konnte – aber in jede Richtung”, betonte Holzschuster. Immerhin spielte der 1995er-Jahrgang aber stets in der älteren 94er-Truppe.

Gerne habe Sergej auch Basketball gespielt – quasi das Erbe von Mutter Milena Savic, selbst aktive Korbjägerin. Vater Nikola habe sich damals sehr um seine Söhne bemüht, auch immer wieder an Trainings mitgewirkt. “Er hatte ein tolles Gefühl für Kinder”, betonte Holzschuster, der in der Vergangenheit auch das ÖFB-Teamtrio Valentino Lazaro, Michael Gregoritsch und Marcel Sabitzer betreute.

2006 verließen die in Spanien geborenen Brüder schließlich den GAK Richtung Vojvodina, 2015 kam Sergej über Genk für 18 Millionen Euro nach Rom. Dort hat der 1,91-Meter-Mann unter Trainer Simone Inzaghi eingeschlagen, sein Vertrag ist bis 2022 anberaumt. Italienische Medien berichteten unlängst, im Sommer wäre eine Ablösesumme von 100 Millionen Euro fällig. “Er hat eine großartige Zukunft”, prophezeite Inzaghi.

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