YEREVAN,ARMENIA,21.OCT.21 - SOCCER - UEFA Europa Conference League, group stage, Alaschkert Martuni vs Linzer ASK. Image shows the rejoicing of LASK. Photo: GEPA pictures/ Hrach Khachatryan

Leistungsschwankungen hemmen Stimmung beim LASK

via Sky Sport Austria

Mit dem 3:0-Erfolg beim armenischen Außenseiter Alashkert hat der LASK am Donnerstag nicht nur den Aufstiegskurs in der Conference League gehalten. Die Oberösterreicher bestätigten auch ihre Auswärtsform im Europacup: Der vierte Sieg im vierten Spiel in der Fremde war – an der am weitesten entfernten Destination – zugleich der höchste in dieser Saison. Trainer Andreas Wieland war von der Darbietung dennoch nur mäßig angetan und haderte einmal mehr mit Leistungsschwankungen.

„Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein, mit der Leistung nicht. Wir haben noch in vielen Bereichen Luft nach oben“, lautete der trockene Kommentar von Wieland, der sich einen „deutlich mutigeren Auftritt“ gewünscht hätte. Angesichts der jüngsten Enttäuschungen in der Bundesliga, in der man nur auf Platz zehn liegt, ist derzeit freilich jedes Erfolgserlebnis Balsam auf die Athletiker-Seelen. „Es war ganz wichtig, dass wir zu Null gespielt haben. Drei Punkte sind drei Punkte“, stellte etwa Innenverteidiger Dario Maresic fest.

LASK gewinnt souverän bei Alashkert

In der Tabelle lässt sich das auch gut ablesen. So wie Gruppe-A-Leader Maccabi Tel Aviv hält der LASK bei sieben Zählern, HJK Helsinki hat drei, Alashkert null am Konto. Ein Zweikampf mit Maccabi um den Gruppensieg, der den fixen Achtelfinalaufstieg bringt, kündigt sich an. Die Entscheidung dürfte also am 25. November beim Gastspiel in Israel fallen. Platz zwei würde immerhin ein Play-off gegen einen der Gruppendritten aus der Europa League bringen.

Vor dem Gipfeltreffen kommt es in zwei Wochen gegen Alashkert aber noch zum „Heimspiel“ im Klagenfurter Ausweichstadion. Alles andere als ein neuerlicher Sieg wäre überraschend, das steht nach dem Duell am Donnerstag fest. Auch wenn der Erfolg durch die Treffer von Hong Hyun-seok (35.), Thomas Goiginger (68.) und Peter Michorl (92.) in der ersten Hälfte auf wackligen Füßen stand und erst eine Leistungssteigerung nach der Pause die nötige Klarheit schuf.

Nicht zuletzt, weil der LASK dann keine Konter-Einladungen mehr aussprach, die Armeniens Meister zweimal fast zum Treffer genutzt hatte, letztlich aber an Aluminium gescheitert war. Wie schon in der Liga vermissten Spieler und Trainer eine Leistung aus einem Guss. „Wir zeigen die Qualität über gewisse Phasen, aber wir müssen das stabiler und länger auf den Platz bringen“, meinte Wieland. Ein Satz, der sich auch gut und gern auf den jüngsten BL-Auftritt gegen den WAC hätte beziehen können. Da hatte man erst zahlreiche Chancen verjuxt, um schließlich als 0:1-Verlierer vom Platz zu gehen.

Wieland trotz Sieg unzufrieden: “Viele kleine Fehler gemacht”

Wieland ärgerte sich nach dem vierten Sieg seiner Ära (2 Remis, 2 Niederlagen) über mehrere Dinge. „Im Ballbesitz, wo wir teilweise zu kurz werden, den Gegner ins Pressing einladen. Aber auch im Spiel gegen den Ball, wo wir den Gegner zu leicht überspielen lassen, selten doppeln oder dazukommen bzw. nach Balleroberungen Luft nach oben haben, die Bälle in Zonen zu bringen, wo es gefährlich wird“, führte Wieland an. Immerhin ließen es seine Kicker in Armenien dreimal „klingeln“, es war der höchste Sieg unter dem Nachfolger von Dominik Thalhammer.

Für Wieland jedenfalls war auch nach dem „Dreier“ im spärlich besetzten Vazgen-Sargsyan-Stadion von Jerewan eines klar: „Die Situation ist schwierig, wir strotzen nicht vor Selbstvertrauen“, hielt er vor dem Duell mit Tabellennachbar Altach am Sonntag (ab 13:30 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport Austria 4 – streame das Spiel mit dem SkyX-Traumpass) fest, gab sich aber zugleich optimistisch: „Wir brauchen nicht Trübsal zu blasen. Wir müssen den Blick nach vorne richten, positiver in die Zukunft schauen, mutiger auftreten.“

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(APA)/Bild: GEPA