MARIA ENZERSDORF,AUSTRIA,19.DEC.20 - SOCCER - tipico Bundesliga, FC Admira Wacker Moedling vs SK Rapid Wien. Image shows head coach Dietmar Kuehbauer (Rapid). Photo: GEPA pictures/ Christian Ort

Letzter Sieg vor der Winterpause “Genugtuung” für Rapid

via Sky Sport Austria

Rapid hat zum Jahresabschluss die Kurve gekratzt und geht mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause. Nach drei sieglosen Pflichtspielen und zwei Niederlagen in Folge wurde Fußball-Bundesliga-Schlusslicht Admira am Samstag nach klarer Überlegenheit auswärts mit 1:0 besiegt. Dadurch wurde das Konto auf 24 Punkte erhöht, so viele Zähler hatte man zu diesem Zeitpunkt zuletzt in der Saison 2009/10 zu Buche stehen. Eine bessere Ausbeute hatte man seit 2000 nur dreimal geschafft.

2003/04 war man mit 29 Zählern genauso Tabellenführer wie 2000/01 mit 25 Punkten, 2004/05 brachten 27 Zähler Zwischenrang zwei. “Alles in allem haben wir heuer eine Topsaison gespielt”, betonte Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer. Nach dem Out in der Europa League nach dem mageren Heim-2:2 gegen Molde sowie den jüngsten Niederlagen in der Liga gegen WSG Tirol (0:3) sowie im Cup-Achtelfinale gegen Salzburg (2:6) war von außen viel Kritik auf ihn und sein Team eingeprasselt.

so-22-11-tipico-buli

“Ich weiß, dass man bei Rapid immer Stress hat, trotzdem ist es der beste Club, bei dem man arbeiten kann. Wenn man ein kleines Tal hat, ist es normal, dass darauf geschaut wird, was nicht so läuft”, sagte der Burgenländer. Umso mehr freute ihn der abgesehen von der Chancenverwertung gelungene Auftritt in der BSFZ Arena. “Wichtig waren für uns heute mehrere Punkte, in erster Linie, dass wir oben dabeibleiben, dass wir zu Null gespielt haben, ein gutes Spiel gemacht haben und dass die Spieler, Trainer und die Mannschaft jetzt schöne Weihnachten haben”, verlautete der Rapid-Coach. Den Sieg bezeichnete er als “wichtig” und “wunderschön”.

Zum Matchwinner avancierte Ercan Kara, der nun drei seiner sechs Saisontore in der Liga per Kopf erzielte. In Pflichtspielen traf er zum elften Mal im 23. Saisonspiel. Einziger Wermutstropfen für ihn war, dass er nach einem Tritt von Emanuel Aiwu in der 75. Minute angeschlagen vom Platz musste. Kühbauer gab aber Entwarnung: “Es ist nichts Ärgeres.” Beim Trainingsstart am 4. Jänner wird der Stürmer also dabei sein.

Kühbauer: “Werde auch im nächsten Jahr keine Angriffsfläche bieten”

Dort wird man nach dem jüngsten Erfolgserlebnis mit positiver Energie loslegen können. “Der Sieg war eine Genugtuung für uns, nachdem wir in den letzten Wochen immer wieder eine auf den Deckel gekriegt haben”, meinte Außenspieler Thorsten Schick im Sky-Interview. Man habe das Herz auf dem rechten Fleck gehabt. Das konnte auch Marcel Ritzmaier nur unterstreichen. “Wir haben als Mannschaft offensiv wie defensiv eine ganz gute Leistung gebracht”, resümierte der Mittelfeldspieler. Der Sieg sei für die Moral “natürlich sehr gut” gewesen. “In der Mannschaft war nie Unruhe, wir haben immer an uns geglaubt, auch in der Phase, wo es nicht so gelaufen ist. Das heute war wieder ein Ausrufezeichen”, erläuterte Ritzmaier.

Als Dritter oder Vierter, was man auch 2019/20 (21 Punkte) zu der Zeit war, gehen die Hütteldorfer in die kurze Weihnachtspause, der Rückstand auf die Tabellenspitze beträgt vor dem Heimschlager gegen den aktuell Zweiten Sturm Graz Ende Jänner maximal vier Punkte. “Die Tabelle schaut nicht so schlecht aus”, sagte Schick.

Der Sky X Traumpass: Streame den ganzen Sport von Sky & Live TV ab € 10,- / Monat

skyx-traumpass

Die Admiraner können das nicht behaupten, sie zieren mit nur sieben Punkten das Tabellenende. So wenige Zähler hatte man zuletzt 2005, wo dann der Abstieg folgte. Zudem war man nach acht von zwölf Runden Letzter. “Wir hoffen, dass wir doch den ein oder anderen Spieler bekommen, damit unsere Qualität nach oben geht. Sonst wird es schwer”, sehnt Admira-Coach Damir Buric Verstärkungen herbei.

Dass die nötig sind, wurde am Samstag vor allem in der ersten Hälfte deutlich. “Da waren wir nicht wirklich auf dem Platz, haben so gut wie alles vermissen lassen”, gab sich Mittelfeldspieler Roman Kerschbaum selbstkritisch. Etwas ratlos wirkte deshalb sein Trainer. “Wir hatten da richtig Probleme, unsere Organisation hat überhaupt nicht funktioniert. Das ist ein No Go, es ist mir ein Rätsel”, sagte Buric.

(APA)

Beitragsbild: GEPA