Lewandowski widmet erstes WM-Tor seiner Familie

Am Tag großer Emotionen hat Robert Lewandowski sein erstes WM-Tor der Familie gewidmet. „Sie haben mich unterstützt. Sie sind die einzigen, die wissen, wie schwer es manchmal ist, und selbst das ist für sie die Krönung, weil sie bei mir sind und alles tun, damit ich mich so wohl wie möglich fühle“, sagte Polens Stürmerstar nach dem 2:0 gegen Saudi-Arabien. Der erste Treffer im fünften WM-Spiel war der ideale Motivationsschub für das „Finale“ gegen Argentinien am Mittwoch.

Nach der Partie am Samstag hatte Lewandowski Tränen in den Augen – für den kühl kalkulierenden Goalgetter ist das höchst ungewöhnlich. „Es ist die Erfüllung eines Traums. Es ist klar, dass für jeden polnischen Nationalspieler das Wohl der Mannschaft an erster Stelle steht. Aber ich bin nun einmal Stürmer und habe den Gedanken im Hinterkopf, dass ich ein Tor schießen muss, um der Mannschaft zu helfen“, sagte der 34-Jährige vom FC Barcelona.

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Polen mit guter Ausgangslage

Nach den Treffern von Piotr Zielinski und eben von Lewandowski haben die Polen in Gruppe C eine komfortable Ausgangslage. Mit vier Punkten führt seine Auswahl die Gruppe vor Argentinien an, das Mexiko 2:0 schlug. „Gegen Argentinien wird es wahrscheinlich auch ein sehr schwieriges Spiel“, meinte Lewandowski. Aber auch Saudi-Arabien hat mit drei Punkten nach der 2:1-Sensation gegen Argentinien im Spiel gegen Mexiko noch Chancen.

Polens Trainer Czesław Michniewicz weilte nach dem Schlusspfiff am Samstag zum zweiten Gruppenspiel zwischen Argentinien und Mexiko. Dort sah der 52-Jährige den Messi-Sieg – am Mittwoch will er gegen die Südamerikaner das erste Achtelfinale Polens seit 1986 perfekt machen. „Wir wollen so lange bleiben wie wir können und so gut spielen wie wir können.“ Viel hängt dabei von Schlüsselspieler Lewandowski ab. „Aber ein Spieler wird ein Spiel nicht alleine gewinnen“, sagte der Coach. „Alle Spieler waren fantastisch.“

Saudi-Arabien will sich von der Niederlage nicht entmutigen lassen. „Wir werden nicht aufgeben“, sagte Trainer Hervé Renard mit Blick auf das Spiel gegen Mexiko. Mit einem Sieg gegen die Lateinamerikaner würden die Saudis sicher zum zweiten Mal nach 1994 in das Achtelfinale einer WM einziehen. „Wir sind noch am Leben“, betonte der Franzose. Nach dem umjubelten 2:1 am ersten Spieltag gegen Argentinien ließ sein Team beim 0:2 gegen Polen zu viele Chancen liegen. „Wir haben das Spiel nicht verloren, weil wir unglücklich waren, sondern weil wir nicht effizient waren“, monierte Renard.

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(APA)/Bild: IMAGO