Lienhart bereit für Duell mit Belgien-Stürmer Lukaku
Auf Philipp Lienhart könnte am Samstag im EM-Qualifikationsmatch in Brüssel gegen Belgien eine äußerst knifflige Aufgabe zukommen. Sollte Kevin Danso nicht rechtzeitig fit werden, wird wohl der Freiburg-Legionär neben David Alaba in der zentralen Abwehr verteidigen – und das gegen keinen Geringeren als Romelu Lukaku. Auch wenn der Inter-Mailand-Profi im Champions-League-Finale unglücklich agierte, gilt er nach wie vor als einer der stärksten Mittelstürmer der Welt.
Lienhart weiß um die Qualität des 30-Jährigen. „Wir werden ihn analysieren, aber das eine oder andere habe ich von ihm schon gesehen in der Champions League“, sagte der 26-Jährige. Lienhart selbst wird die „Königsklasse“ auch in der kommenden Saison nur vor dem TV-Gerät verfolgen – mit Freiburg wurde die Teilnahme an der Eliteliga knapp verpasst. „Wenn man so nahe dran ist, will man natürlich die Champions League erreichen. Aber mit der Europa League können wir auch sehr zufrieden sein“, betonte der Niederösterreicher am Montag im ÖFB-Camp in Windischgarsten.
Lienhart glücklich in Freiburg
In den vergangenen Monaten gab es Spekulationen um einen Vereinswechsel, doch Lienhart entschloss sich zu einer Verlängerung bei den Breisgauern, wo er seit 2017 engagiert ist. „Ich weiß, was ich an Freiburg habe. Meine Freundin wohnt da, wir fühlen uns beide sehr wohl. Ich habe schon überlegt, etwas Neues zu machen, doch am Ende bin ich nach Gesprächen mit meiner Familie, meiner Freundin und meinem Berater zu dem Schluss gekommen, dass ich bleibe“, erzählte der Abwehrspieler.
VIDEO: Lienhart über Freiburg
Freiburg sei ein sympathischer, geerdeter Verein. „Sie machen keine verrückten Sprünge, es geht kontinuierlich nach oben.“ Vor Jahren galt der SC als regelmäßiger Abstiegskandidat, mittlerweile hat er sich im erweiterten Spitzenfeld der deutschen Bundesliga etabliert. Deshalb werde man jedoch keine überambitionierten Saisonziele verkünden, kündigte Lienhart an. „Wir sind in der Vergangenheit gut damit gefahren, keine großen Sprüche zu klopfen, sondern hart zu arbeiten.“
https://www.skysportaustria.at/laimer-freut-sich-auf-den-fc-bayern-fuer-mich-gibt-es-nichts-groesseres/
Dementsprechend zurückhaltend gab sich Lienhart auch mit Blick auf die Belgien-Partie. Der Ausfall von Kevin de Bruyne sei zwar kein Nachteil für die ÖFB-Auswahl, „aber Belgien besteht nicht nur aus De Bruyne“. Die „Roten Teufel“ müssen sich laut Lienhart auf harte Gegenwehr gefasst machen. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken, wir haben eine sehr gute Mannschaft.“
Aus dieser Mannschaft ragt Alaba noch einmal heraus, wie der Deutschland-Legionär beteuerte. Alaba bestreitet gegen Belgien sein 100. Länderspiel. „Das ist eine unglaubliche Zahl und zeigt, wie gut er ist. Er ist ein absolutes Vorbild“, erklärte Lienhart.
(APA)
Bild: GEPA
