VIENNA,AUSTRIA,28.MAY.17 - SOCCER - tipico Bundesliga, SK Rapid Wien vs SKN Sankt Poelten. Image shows a ball. Keywords: Wien Energie. Photo: GEPA pictures/ Mario Kneisl

Ligareform: So würde die aktuelle Tabelle aussehen

via Sky Sport Austria

Es ist Halbzeit in der tipico Bundesliga – 18 Runden sind gespielt und der FC Red Bull Salzburg liegt aktuell punktegleich mit dem SK Sturm an der Spitze der Tabelle. Auf dem zehnten und somit letzten Platz, steht der SKN St. Pölten. Im aktuellen System sind diese Platzierungen nicht mehr als eine Momentaufnahme. Sie zeigt das Kräfteverhältnis zwischen den Mannschaften und dennoch haben in der Rückrunde alle Teams in weiteren 18 Runden die Chance ihre Position zu verbessern. Nach spätestens 36 Runden steht der österreichische Meister fest und auch jene Mannschaft, die die Relegation gegen den Dritten der sky go Ersten Liga absolvieren muss.

Mit der Ligareform, die ab der Saison 2018/19 in Kraft tritt, ändert sich das System in den zwei höchsten Spielklassen allerdings von Grund auf. Die zwei Zehnerligen werden Platz machen.

Wie würde die Situation aussehen, wenn die Ligareform bereits jetzt in Kraft treten würde?

Die Tabelle würde in der Hälfte geteilt werden. Aufgrund der Aufstockung von bisher zehn auf zwölf Teams, würde das bedeuten, dass die ersten sechs Mannschaften  (Salzburg, Sturm, Rapid, Admira, Austria, LASK) den Einzug in die sogenannte Meistergruppe geschafft hätten. Die Mannschaften der unteren Tabellenhälfte (Altach, Mattersburg, WAC, St. Pölten, Ried, Wr. Neustadt) würden sich in der Qualifikationsgruppe wiederfinden (bei dieser Konstellation gehen wir von den aktuell besten Teams der sky go Ersten Liga aus). In diesem Abschnitt der Meisterschaft werden die Punkte aller Mannschaften halbiert. Bei halben Punkten wird abgerundet. Sind zwei Klubs am Ende des Finaldurchgangs punktegleich und wurde bei einem dieser Klubs ein halber Punkt abgerundet, wird dieser Klub vorgereiht.

Die aktuellen Tabellen würde somit folgendermaßen aussehen:

Meistergruppe

1. FC Red Bull Salzburg  20 Pkt

2. SK Sturm Graz             20 Pkt

3. SK Rapid Wien             15 Pkt

4. FC Admira                     14 Pkt

5. FK Austria Wien           11 Pkt

6. LASK                               11 Pkt

Qualifikationsgruppe

1. SCR Altach                    11 Pkt

2. SV Mattersburg            8 Pkt

3. WAC                               7 Pkt

4. SKN St. Pölten              3 Pkt

(5. SV Ried                           ? Pkt)

(6. SC Wiener Neustadt    ? Pkt)

 

Am Ende der Saison wäre bei diesem Zwischenstand der FC Red Bull Salzburg Österreichischer Meister und hätte somit das Ticket zur Champions League-Quali fix. Dem zweitplatzierten, SK Sturm Graz, wäre das Europa League-Ticket sicher, genauso wie dem österreichischen Cupsieger.

Darüber hinaus geht es im Europa League-Play Off um den letzten internationalen Startplatz. Dabei kommt es darauf an, wie viele UEFA-Startplätze Österreich hat. Gibt es insgesamt vier Startplätze, spielt der Sieger der Qualifikationsgruppe  in einem Heimspiel gegen den Vierten der Meistergruppe. Der Sieger aus diesem Spiel duelliert sich mit dem Dritten der Meistergruppe in zwei Spielen um das verbleibende Europa League-Ticket.

Ligareform 2018/19

Eingeleitet wird der Übergang zum neuen Format folgendermaßen: Zum Ende der aktuellen Saison steigen die beiden Bestplatzierten der sky go Ersten Liga direkt in die tipico Bundesliga auf. Der Letzte der Bundesliga spielt in einer Relegation gegen den Dritten der Ersten Liga um den letzten Platz in der neuen Bundesliga, die dann aus 12 Teams besteht. Aus den Regionalligen steigen acht Klubs auf. Der Letzte der Ersten Liga spielt gegen einen von den Landesverbänden genannten Regionalliga-Klub Relegation. Ab 2018/19 wird die neue Zweite Liga 16 Teams umfassen.

Während aktuell die 18. Runde das Ende der Hinrunde markiert, wird aufgrund der Aufstockung auf zwölf Mannschften in Zukunft die 22. Runde diesen Platz einnehmen und ganz entscheidend sein. Ab diesem Zeitpunkt wird die Liga in zwei Gruppen geteilt. Die besten sechs Teams nach dem Grunddurchgang kommen in die Meistergruppe, die zweiten sechs in die Qualifikationsgruppe. Die Punkte aus dem Grunddurchgang werden halbiert. Bei halben Punkten wird abgerundet. Sind zwei Klubs am Ende des Finaldurchgangs punktegleich und wurde bei einem dieser Klubs ein halber Punkt abgerundet, wird dieser Klub vorgereiht.

Finaldurchgang

Im anschließenden Finaldurchgang spielen die Klubs innerhalb der zwei Sechsergruppen, also der Meister- und der Qualifikationsgruppe, wieder jeweils einmal zuhause und einmal auswärts jeder gegen jeden. Das ergibt in Summe noch einmal zehn Runden. Der Sieger der Meistergruppe ist österreichischer Meister. Der Letzte der Qualifikationsgruppe steigt in die Zweite Liga ab. Der Meister und Vizemeister sowie der ÖFB-Cupsieger haben ihre internationalen Startplätze fix.

Tickets für Europa

Für drei Klubs geht es in dem Europa League-Play-off noch um den letzten internationalen Startplatz. Dabei kommt es darauf an, wie viele UEFA-Startplätze Österreich hat:

Gibt es insgesamt vier Startplätze, spielt der Sieger der Qualifikationsgruppe in einem Heimspiel gegen den Vierten der Meistergruppe. Der Sieger aus diesem Spiel duelliert sich mit dem Dritten der Meistergruppe in zwei Spielen um das Europa League-Ticket.

Gibt es insgesamt fünf Startplätze, hat auch der Dritte der Meistergruppe seinen UEFA-Startplatz fix. Der Sieger der Qualifikationsgruppe spielt in einem Heimspiel gegen den Fünften der Meistergruppe. Der Sieger aus diesem Spiel kämpft nun gegen den Vierten der Meistergruppe in zwei Duellen um den letzten Europa League-Startplatz.

Mehrwert

Ein zentraler Punkt, der zu einem Auslöser einer Reihe positiver Folgeerscheinungen führen soll, ist die steigende Spannung. Schon im Grunddurchgang müssen die Teams auf Sieg spielen, weil es bereits nach 22 Runden die erste Entscheidungsphase gibt. Weiters kommt es zu einer Konzentration von vielen Entscheidungsspielen zu gleich drei Zeitpunkten einer Saison: zum Ende des Grunddurchgangs, im Finaldurchgang und im Europa League-Play-off. Diese Konstellation soll sowohl zu einem Anstieg der Zuschauerzahlen, als auch Vermarktungserlöse und der TV-Einnahmen führen.

Beitragsbild: GEPA