Lions-Coach Josipovic nach Niederlage: „Wir zahlen Lehrgeld für unsere junge Mannschaft, unsere Spieler ohne Erfahrung“

  • SKN-Coach Worenz zum knappen Sieg: „Ich hatte das Gefühl, dass wir nicht spielen, um das Spiel zu gewinnen, sondern um das Spiel nicht zu verlieren“
  • Andreas Worenz über Felix Angerbauer: „Er war heute sicher ein bisschen der ‚X-Faktor‘“
  • Felix Angerbauer über seinen Dreipunktwurf von der Mittellinie: „Es war sehr wichtig für das Momentum, dass wir zurückgekommen sind“
  • Ernst Nemeth (Obmann Arkadia Traiskirchen Lions): „Wir sind seit 38, 39 Jahren durchgängig in der ersten Liga und das wollen wir auch bleiben“
  • Stefan Grassegger (Assistant Coach ÖBV-Herren-Nationalteam) zu den Siegen in der EM-Vorqualifikation: „Die jungen Spieler, die in den Kader aufgerückt sind, haben einen tollen Eindruck hinterlassen, wie auch die Veteranen“

Wien, 11. Dezember 2021 – Arkadia Traiskirchen Lions gegen SKN St. Pölten Basketball endet 82:85. Die Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

Arkadia Traiskirchen Lions – SKN St. Pölten Basketball 82:85

Nenad Josipovic (Head Coach Arkadia Traiskirchen Lions):
…über das Spiel: „Wir zahlen Lehrgeld für unsere junge Mannschaft, unsere Spieler ohne Erfahrung. Trotzdem, 17 von 22 ist eine sehr gute Freiwurfquote. Es ist mental herausfordernd. Die Jungs haben gekämpft und Einsatz gezeigt. Wenn man sieht, dass wir mit drei Punkten verloren haben, ist das natürlich bitter. Es war besser in einigen Momenten. Wir hatten die Kontrolle, waren aggressiver und haben den Korb attackiert. Das war für uns ein guter Fortschritt.“

…über die Suche nach einem Neuzugang auf der Fünfer-Position: „Als ich das gehört habe, war ich glücklich. Jetzt gehe ich halbglücklich nach Hause und habe vielleicht einen guten Schlaf.“

Aaron Falzon (Arkadia Traiskirchen Lions):
…zum Spielverlauf: „Uns ist ein bisschen das Gas ausgegangen im letzten Viertel aufgrund der geringen Rotation, das war so zu erwarten. Wir haben ein paar Freiwürfe nicht getroffen und das hat St. Pölten natürlich weitergeholfen.“

Oscar Schmit (Arkadia Traiskirchen Lions):
…über seinen raschen Comeback-Prozess nach seiner Genesung: „Ich gebe mein Bestes, sobald ich am Spielfeld bin. Es war keine leichte Zeit, aber mit viel Herz geht alles.“

Ernst Nemeth (Obmann Arkadia Traiskirchen Lions) in der Halbzeitpause:
…über den bisherigen Saisonverlauf: „Es wird immer besser. Ich hoffe, dass wir endlich einmal 40 Minuten durchhalten. Wir hatten immer schon Viertel, in denen wir sehr stark waren. Das einzige Mal war gegen Wels auswärts, da haben wir es 40 Minuten gebracht. Corona-bedingt hatten wir einen Rückschlag, aber heute sind wir wieder fast komplett und man sieht, dass wir körperlich und physisch mithalten.“

…zum neuen Trainer: „Wir wollten einen erfahrenen Trainer der ‚alten Schule‘ haben und das hat sich bewährt. Die Burschen sind zufrieden, die Teamchemie passt. Er entwickelt junge Spieler und gibt ihnen Spielzeit. Wir sind zufrieden.“

…über einen möglichen Neuzugänge auf der Fünfer-Position: „Wir überlegen stark und sind auch auf der Suche, ob wir etwas finden, was uns auf der Fünfer-Position hilft.“

…über mögliche Saisonaussichten: „St. Pölten ist eine sehr starke Mannschaft und was ich bis jetzt gesehen habe, gibt es durchaus gute Chancen, dass wir im Grunddurchgang, in der Rückrunde und auch in der Zwischenrunde nicht mehr in die Gefahr (des Abstiegs, Anm.) kommen. Deswegen haben wir heuer auch eine stärkere Mannschaft aufgestellt, weil absteigen wollen wir nicht. Wir sind seit 38, 39 Jahren durchgängig in der ersten Liga und das wollen wir auch bleiben.“

https://www.skysportaustria.at/st-poelten-ringen-traiskirchen-lions-nieder-dukes-feiern-overtime-sieg/

Andreas Worenz (Head Coach SKN St. Pölten Basketball):
…über den Spielverlauf: „Ich hatte das Gefühl, dass wir nicht spielen, um das Spiel zu gewinnen, sondern um das Spiel nicht zu verlieren. Wir haben mit der angezogenen Handbremse gespielt und ich war mit der Intensität heute absolut nicht zufrieden. Das war der Grund, warum es bis zum Ende knapp war.

…über Christopher Ferguson: „Er hilft uns momentan sehr viel, vor allem beim Rebounden mit seiner Routine und bei so einem knappen Spiel war es mir wichtig, dass er am Ende am Spielfeld steht.“

…über Felix Angerbauer: „Er war einer der Matchwinner heute. Abgesehen von dem Dreier von der Mittellinie hat er solide gespielt. Er hat brav verteidigt, hat seine Würfe getroffen. Er war heute sicher ein bisschen der ‚X-Faktor‘.“

…über die momentane Siegesserie: „Mit dem Cup haben wir sieben Spiele in Folge gewonnen. Es ist eine tolle Serie und die wollen wir natürlich ausbauen. Uns ist wichtig, dass wir so schnell wie möglich die Top-Sechs finalisieren.“

Felix Angerbauer (SKN St. Pölten Basketball):
…über seinen Dreipunktwurf von der Mittellinie und über den Spielverlauf: „Es war sehr wichtig für das Momentum, dass wir zurückgekommen sind. Wir haben mit einer sehr schlechten Defense angefangen und haben dann ins Spiel zurückgefunden und verdient gewonnen. Anfangs gab es sehr viele Kommunikationsfehler in der Defense und wir konnten nicht richtig in unser Spiel reinkommen, sind dann aber zurückgekommen und haben gewonnen. Wir pushen uns gegenseitig im Training, es ist sehr hart und wir sind immer sehr fokussiert.“

Stefan Grassegger (Assistant Coach ÖBV-Herren-Nationalteam):
…zu den Siegen gegen die Schweiz und Irland: „Rein von den Ergebnissen her können wir zufrieden sein, dass wir nach dem ersten ‚Window‘ die Qualifikations-Gruppe anführen. Die jungen Spieler, die in den Kader aufgerückt sind, haben einen tollen Eindruck hinterlassen, wie auch die Veteranen, die uns geholfen haben, diese jungen Spieler heranzuführen, allen voran Thomas Klepeisz im zweiten Spiel.“

…über seinen Abgang von Schalgiris Kaunas: „Es war ein verzögerter aber natürlicher Schritt des Vereins. Der Head Coach, der mich geholt hat, wurde leider nach zwei Euro-League-Spielen schon entlassen. Ich glaube, es ist eine natürliche Entwicklung im Profisport, dass die Coaches, die mit ihm mitkommen, dann im Laufe der Zeit einen Tapetenwechsel absolvieren müssen.“

Bild: GEPA