Liverpool verpasst Sprung auf Champions-League-Platz

via Sky Sport Austria

Der FC Liverpool hat begleitet von massiven Protesten gegen die Super-League-Pläne den Sprung auf Platz vier in der englischen Premier League verpasst. Die Elf von Teammanager Jürgen Klopp kam bei Aufsteiger Leeds United trotz langer Führung nur zu einem 1:1 (1:0). 

Diego Llorente (87.) egalisierte Liverpools Führung durch Sadio Mane (87.). Damit müssen die Reds weiter um die Qualifikation für die Königsklasse zittern – an der sie kommende Saison aber möglicherweise weder teilnehmen wollen noch dürfen.

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Vor, in und sogar über dem Stadion in Leeds gab es am Montag Proteste gegen die geplante Superliga, deren Gründungsmitglied Liverpool ist. Bei der Ankunft des Teambusses zeigten Fans am Zaun ein Spruchband mit der Aufschrift “Liebe für das Spiel der Arbeiterklasse, ruiniert von Gier und Korruption. RIP LFC. Danke für die Erinnerungen”, über der Arena flog ein Flugzeug mit einem Banner, auf dem “Sagt Nein zur Super League” zu lesen war.

Auch Gegner Leeds leistete sich eine Spitze: Alle Spieler trugen beim Aufwärmen Shirts mit den Slogans “Fußball ist für die Fans” und “Champions League – verdient es euch”. Laut Klopp lagen die Shirts auch in der Kabine der Reds. “Ich finde das nicht richtig. Ich denke, das haben wir nicht verdient”, sagte Klopp.

Der frühere Bundesliga-Coach zeigte derweil Verständnis für die Proteste der Fans gegen die Super League. “Die Menschen sind nicht glücklich darüber, und das kann ich verstehen”, sagte der 53-Jährige. “Das Wichtigste im Fußball sind die Fans und das Team. Wir müssen sicherstellen, dass nichts dazwischen kommt.”

Das sagt Liverpool-Coach Klopp zur Gründung der Super League

Er selbst habe erst am Sonntag von den Plänen erfahren. “Ich habe gestern zum ersten Mal davon gehört. Wir haben ein paar Informationen, nicht viele, das meiste aus den Zeitungen”, sagte er.

Bereits 2019 hatte sich Klopp gegen eine mögliche Eliteliga europäischer Spitzenklubs ausgesprochen. “Ich hoffe, diese Super League wird es nie geben”, betonte der Coach damals in einem Interview mit dem kicker. Dieser Ansicht sei er weiterhin. “Meine Meinung hat sich nicht geändert”, sagte Klopp am Montagabend.

(SID)

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