Lupenreiner Hattrick und Assist! Gregoritsch-Show gegen Piräus
Österreichs Nationalteam-Stürmer Michael Gregoritsch hat in der Europa League seinen ersten Triplepack als Fußballprofi angeschrieben. Der Steirer erzielte beim 5:0 im Heimspiel des SC Freiburg gegen Olympiakos Piräus am Donnerstagabend mit Toren in der 3., 8. und 36. Minute einen lupenreinen Hattrick. Den 4:0-Pausenstand durch Kiliann Sildillia (42.) bereitete Gregoritsch außerdem vor. 20 Minuten nach Seitenwechsel nahm SC-Trainer Christian Streich seinen Angreifer vom Feld.
„Er hatte zum Glück die Nationalmannschaft, wo er die Tore gemacht hat. Es ist Ende November, er hatte noch kein Tor gemacht für uns. Klar waren da auch Verletzungen dabei, aber das ist sehr lang für einen Stürmer“, sagte Freiburgs Trainer Christian Streich über seinen Matchwinner. Nun sei die Erleichterung groß: „Es ist jetzt wunderbar für ihn, dass er heute so herrliche Tore gemacht hat.“ Gregoritsch selbst sprach von einem „super Abend“ für die Mannschaft – und einer Erleichterung für ihn selbst. „Ich genieße das heute sehr, das ist sehr wichtig für mich. Die letzten Wochen waren nicht einfach, aber ich habe versucht nicht zu jammern, sondern zu arbeiten.“
Gregoritsch stand zunächst bei einer abgefälschten Flanke richtig und beendete damit seinen Negativlauf. Noch vor dem Spiel hatte Lucas Höler ihn gestärkt. „Irgendwann wird bei ihm der Knoten platzen. Wir wissen, was Gregerl für Stärken hat“, sagte sein Sturmpartner. Und nur fünf Minuten nach der Führung ließ Gregoritsch seine Stärken zum zweiten Mal an einem verregneten Abend aufblitzen. Diesmal war er nach einem Eckball per Kopf zur Stelle. Auch das 3:0 besorgte er mit der Stirn.
Streich schonte nach der Pause bereits die Kräfte. Gregoritsch wurde mit viel Beifall verabschiedet. Philipp Lienhart ging ebenso in der 66. Minute vom Rasen, der eingewechselte Junior Adamu durfte die letzten 25 Minuten bestreiten. Freiburg überwintert dank des klaren Erfolgs in der Europa League. Zum Abschluss am 14. Dezember bei West Ham United geht es für Freiburg um den Gruppensieg und den damit verbundenen direkten Einzug ins Achtelfinale.
Drei Tore waren Gregoritsch bisher erst einmal geglückt: Im Trikot der U21-Nationalmannschaft beim 7:0 gegen Liechtenstein im Oktober 2015. Diese Saison war für den 29-Jährigen auf Clubebene bisher nicht nach Wunsch verlaufen. In davor 14 Pflichtspiel-Einsätzen blieb Gregoritsch torlos. Im Nationaltrikot gelang ihm in der EM-Qualifikation hingegen ein wichtiger Treffer gegen Schweden (3:1), im Freundschaftsspiel gegen Deutschland (2:0) agierte Gregoritsch zuletzt ebenfalls stark.
(APA)
Tore im Video:
1:0 Gregoritsch (3.)
2:0 Gregoritsch (8.)
3:0 Gregoritsch (36.)
4:0 Sildillia (42.)
5:0 Doan (77.)
Beitragsbild: Imago
