Swiatek im Melbourne-Achtelfinale – Fritz scheitert an Monfils

Tennis-Star Iga Swiatek ist mit einer Machtdemonstration ins Achtelfinale der Australian Open eingezogen.

Die als Nummer zwei gesetzte Polin überließ der Britin Emma Raducanu am Samstag in der 3. Runde beim 6:1,6:0-Sieg nur ein Game. Bei dem mit 58,29 Mio. Euro dotierten Grand-Slam-Turnier trifft Swiatek nun auf die Deutsche Eva Lys, die nach einem 4:6,6:3,6:3 gegen die Rumänin Jaqueline Cristian als erster weiblicher Lucky Loser seit 1988 im Melbourne-Achtelfinale steht.

Bei den Männern gelang Routinier Gaël Monfils eine Überraschung. Der 38-jährige Franzose, der sich in der Vorwoche in Auckland zum ältesten Turniersieger auf der ATP-Tour seit 1977 gekürt hatte, eliminierte den Weltranglistenvierten Taylor Fritz aus den USA mit 3:6,7:5,7:6(1),6:4. Der US-Amerikaner war in den beiden Spielen zuvor ohne Satzverlust geblieben und hatte lediglich acht Games abgegeben. Monfils (ATP-41.) trifft im Achtelfinale entweder auf den Italiener Lorenzo Musetti oder den US-Amerikaner Ben Shelton. Der 19-jährige Teenager Learner Tien (USA) setzte indes seinen Erfolgslauf mit einem 7:6(10),6:3,6:3 gegen den Franzosen Corentin Moutet fort und ist nun der jüngste Spieler seit Rafael Nadal 2005, der es ins Melbourne-Achtelfinale schaffte.

Lys erlebt „verrückte Story“

Swiatek ließ Raducanu im Duell zweier Grand-Slam-Turniersiegerinnen in der Rod Laver Arena keine Chance. Die Weltranglistenzweite ging nach 70 Minuten als überlegene Siegerin vom Platz und gewann gegen die 22-jährige US-Open-Siegerin von 2021, die oft von Verletzungen zurückgeworfen worden war, elf Games in Folge. „Ich habe das Spiel einfach genossen. Ich habe mich sehr sicher gefühlt, sodass ich am Ende mehr Druck machen konnte“, sagte die 23-Jährige. „Ich fühle mich deutlich frischer als in den vergangenen zwei Jahren.“

Lys, in der Weltrangliste auf Platz 128, war eigentlich schon in der Qualifikation gescheitert und erst 15 Minuten vor ihrem ersten Match offiziell als Nachrückerin ins Hauptfeld gerutscht. Dort sorgt die Hamburgerin unter ihrem neuen Spitznamen „Lucky Lys“ mit nun drei Siegen für Furore. „Es fühlt sich definitiv nicht real an. Diese Tage haben mein Leben total verändert“, sagte Lys. Sie erlebe am Yarra River eine „verrückte Story“.

Auftaktsieg für Tagger

Die frühere Wimbledonsiegerin Jelena Rybakina (6) aus Kasachstan steht nach einem 6:3,6:4 gegen die Ukrainerin Dajana Jastremska ebenfalls im Achtelfinale. Die körperlich angeschlagene Rybakina benötigte allerdings sieben Matchbälle, um das Duell für sich zu entscheiden. Jastremska hatte es im Vorjahr als Qualifikantin bis ins Halbfinale geschafft. Bei den Juniorinnen feierte die 16-jährige Osttirolerin Lilli Tagger mit einem 6:0,6:2 gegen die Japanerin Nanami Goto einen ungefährdeten Auftaktsieg.

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(APA) / Bild: Imago