Marc Janko: „So eine Mentalität muss man sich erarbeiten, es ist etwas herangewachsen in Hütteldorf“

via Sky Sport Austria
  • Ferdinand Feldhofer: „Ich bin unfassbar enttäuscht“
  • Dietmar Kühbauer: „Das spricht von einer gewissen Qualität und Mentalität“
  • Ercan Kara: „Ich habe schon viele Elfer geschossen, es war der 26., der hintereinander drinnen war“
  • Dominik Baumgartner: „Wenn man vier Tore kriegt, ist es nicht nur Pech“
  • Maximilian Hofmann: „Wir haben wieder Moral gezeigt, dass sind die schönsten Siege“
  • Toni Pfeffer: „Das war eindrucksvoll heute, wie sich Rapid zurückgespielt hat“

 

Der SK Rapid Wien schlägt den RZ Pellets WAC mit 4:3. Die Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

 

RZ Pellets WAC – SK Rapid Wien, 3:4 (0:2)

Schiedsrichter: Stefan Ebner

 

Ferdinand Feldhofer (Trainer RZ Pellets WAC):

…nach dem Spiel: „Ich bin unfassbar enttäuscht, was wir investiert haben und trotzdem noch den Punkt verloren, das tut weh. Meine Mannschaft hat eine unglaubliche Moral bewiesen, nach 0:2 zu führen und dann der Stangenschuss, dann der Elfer gegen uns. In der ersten Halbzeit war es ein klarer Elfer für uns. Das passt zu unserer Situation. Wir werden aktuell hart bestraft, wenn man hohe Bälle nicht wegverteidigen kann, dann brauchen wir nicht diskutieren. Hätten wir vorher das 4:2 gemacht, hätten wir wahrscheinlich gewinnen. In der ersten Halbzeit haben wir Rapid in die Karten gespielt, wir waren nicht frisch genug, sind nicht ins Gegenpressing gekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir ein anderes Gesicht gezeigt. Unter dem Strich sind wir enttäuscht. Wenn man es heute neutral, dann waren wenige Entscheidungen dabei, die für uns glücklich waren. Wir haben das dritte Schnittspiel verloren, jetzt kommen dann die Gegner, gegen die wir voll punkten müssen.“

 

Dominik Baumgartner (RZ Pellets WAC):

…nach dem Spiel: „Wenn man vier Tore kriegt, ist es nicht nur Pech. Es läuft alles gegen uns im Moment. Im Endeffekt kann ich mir um meine Tore nichts kaufen, wenn wir verlieren. Es war eine miserable erste Hälfte, wir haben gar nicht in unser Spiel gefunden. In der zweiten Hälfte haben wir das Spiel gedreht und dann darf man nicht verlieren.“

 

Dietmar Kühbauer (Trainer SK Rapid Wien):

…nach dem Spiel: „Ercan Kara macht es unglaublich gut, gibt nicht auf, das ist genau das, was Rapid auszeichnet. Wir sind jetzt im letzten Jahr des Öfteren in Rückstand geraten und haben es sehr oft umdrehen können, das spricht von einer gewissen Qualität und Mentalität. Es war nach dem 3:2 sehr schwierig, die Jungs haben ruhig weitergespielt und sich belohnt, ein verdienter Sieg. In der ersten Halbzeit haben wir es verpasst 3:0 zu führen. Mit den ruhenden Bällen ist es immer so eine Geschichte (…) entscheidend war, dass wir trotz Fehler ruhig geblieben sind, das spricht schon für meine Mannschaft im Moment. Mich freut es für den Koya, weil er echt ein gutes Spiel gemacht hat. Wir haben keinen breiten Kader, da geht dir jeder Spieler ab. Aber wie es heute die Offensive gemacht hat, da bin ich schon sehr zufrieden. Wir haben eine unglaublich gute Ausbeute und ich glaube, dass die Siege alle verdient waren und in einer sehr guten Art gespielt worden sind. Die Saison ist noch sehr lang, und jetzt haben wir wieder Donnerstag-Sonntag-Donnerstag-Sonntag, das sind schon Strapazen, da muss man dann weiterschauen, wie es den Jungs geht. Mit Siegen rennst du leichter und dann kannst du es vielleicht leichter wegstecken.“

…über eine mögliche Vertragsverlängerung: „Ich bin immer da, so gesehen sind wir bald mehr beim Klub als bei der Frau und den Kindern. Ich kann mir den Vertag nicht selbst geben, ich wäre natürlich gesprächsbereit, weil mir diese Truppe taugt, weil der Klub alles für mich ist und weil das mein Klub ist, wo ich immer sein wollte. Dass wir mit dem Trainerteam eine so gute Truppe aufgestellt haben, das ist umso schöner.“

 

Maximilian Hofmann (SK Rapid Wien):

…nach dem Spiel: „In der Halbzeit haben wir uns das nicht so vorgestellt. Es war eine gute erste Halbzeit, wir haben gute Umschaltsituationen ausgenützt. Wir haben gewusst, dass der WAC eine starke Mannschaft ist und bis jetzt unter Wert geschlagen wurde. In der zweiten Halbzeit wollten wir genau so weiterspielen, mit den ersten zwei Standardsituationen haben wir zwei Tore bekommen. Dann ausgeglichen und es war ein komplett offener Schlagabtausch. Zum Glück mit einem guten Ausgang für uns. Wir haben wieder Moral gezeigt, dass sind die schönsten Siege. Das Glück erarbeitet man sich, andere Mannschaften brechen nach 2:0-Führung und dann 2:3-Rückstand weg, wir aber nicht. Kompliment an die Mannschaft, dass wir nochmal zurückgekommen sind, auch wenn wir es uns in der zweiten Hälfte einfacher machen hätten können.“

 

Ercan Kara (SK Rapid Wien):

…nach dem Spiel: „Ich habe schon viele Elfer geschossen, es war der 26., der hintereinander drinnen war. Das kann ich, glaube ich. Mateo Barac wollte schießen, ich habe ihm gesagt, vertraue mir, ich mach das. Ich schaue den Tormann aus, er hat sein linkes Bein gehoben, das heißt er springt in die andere Ecke. Wir hätten es einfacher haben können, aber im Endeffekt zählt der Sieg. Es ist eine Art Klasse, dass man zurückkommen kann und jederzeit treffen kann. Ich bin gelassen, freue mich, es ist noch eine lange Saison. So ist das Leben, ich freue mich, aber es ist irrsinnig wichtig nicht übermütig zu werden. Ich probiere jeden Tag besser zu werden, habe Schwächen, die ich verbessern muss und hoffe, dass es noch besser wird.“

 

Marc Janko (Sky Experte):

…über Rapid: „Dass man so eine Partie noch dreht, ist eine enorme Willensleistung, eine wichtige Moralspritze. Sowas kommt nicht von ungefähr, so eine Mentalität muss man sich erarbeiten, es ist etwas herangewachsen in Hütteldorf.“

…über den WAC: „Der WAC war auf dem vermeintlichen Siegerweg und hat sich am Schluss noch zwei gefangen. Es ist sinnbildlich für die derzeitige Situation des WAC. Es wird jeder Fehler hart bestraft. Es war eine gute Werbung für den Fußball. Der WAC gehört zu den Top-Teams und ist eine Bereicherung für die Liga, sie gehören in die obere Tabellenregion.“

 

Toni Pfeffer (Sky Experte):

…über das Spiel: „Das war eindrucksvoll heute, man muss es anerkennen, was da heute passiert ist, wie sich Rapid zurückgespielt hat und sich zurecht zum Sieger gemacht hat, das ist allerehrenwert. In der ersten Halbzeit hat sich der WAC das Spiel von Rapid aufzwingen lassen und sicherlich nicht das umgesetzt was ihnen der Trainer gesagt hat. Michael Liendl war nicht so präsent wie sonst, er ist 35 Jahre, das muss man auch sagen, der Rhythmus mit Donnerstag und Sonntag zu spielen ist für einen Spieler wie ihn umso kräfteraubender.“