Mattersburg auf der Hut: St. Pölten will wie 2014 überraschen

Mattersburg/St. Pölten (APA) – Der SV Mattersburg peilt nach neun Jahren Pause wieder den Sprung ins Halbfinale des ÖFB-Cups an. In der Runde der besten acht gehen die Burgenländer am Dienstag (18.30 Uhr) im Heimspiel gegen den SKN St. Pölten als Favorit in die Partie. Auf die leichte Schulter will vor allem Trainer Ivica Vastic den Gegner nicht nehmen. Die Niederösterreicher hoffen auf eine Überraschung wie zuletzt 2014.

Vor zwei Jahren schaffte der Zweitligist unter Gerald Baumgartner den Einzug ins Finale und qualifizierte sich damit für Europa. Der nunmehrige Coach Karl Daxbacher sah seine „Wölfe“ nun erneut hungrig. „Es ist eine super Sache. Wir gehen als Außenseiter ins Spiel, sehen aber durchaus Chancen“, betonte der gebürtige St. Pöltner.

Mit dem SKN peilt Daxbacher heuer im Dreikampf mit Wacker Innsbruck und dem ebenfalls im Cup-Viertelfinale stehenden LASK den Aufstieg in die Bundesliga an. Der Frühjahresstart in der Ersten Liga erfolgt erst am 26. Februar. Den Cup nehme man laut Daxbacher aber „gerne mit“.

Mattersburg hat indes bereits die erste Bewährungsprobe im neuen Jahr hinter sich. Gegen Ried gab es am Wochenende ein turbulentes 3:3 nach 1:3-Rückstand bei einem Mann weniger auf dem Spielfeld. Coach Vastic durfte sich damit zumindest über eine Moralinjektion freuen. Im heimischen Pappelstadion könne das Ziel nur Halbfinale heißen, stellte der Ex-Internationale klar.

„Die Möglichkeit auf das Halbfinale ist sehr groß. Wir wollen das unbedingt schaffen und uns auch so präsentieren“, betonte Vastic. Er sah aufgrund der Spielstätte einen kleinen Vorteil für seine Elf gegen eine „spielerisch gute“ Mannschaft wie St. Pölten.

Das bisher letzte Duell zwischen den beiden Teams war am 1. Mai 2015 in der Ersten Liga und endete mit einem 4:0 des späteren Bundesliga-Rückkehrers aus dem Burgenland. St. Pölten will heuer den Aufstieg schaffen. Dazu wurden im Winter drei Spieler verpflichtet. Während Mark Prettenthaler und Bernd Gschweidl wohl auf der Bank Platz nehmen, könnte Cheikhou Dieng von Beginn an einlaufen.

Senegals U23-Teamspieler – für den abgewanderten Brasilianer Jefferson verpflichtet – konnte zwar erst vor wenigen Tagen ins Training einsteigen, bewies aber schon im letzten Test gegen Ritzing (3:0) seinen Torriecher. Für Daxbacher ergibt sich vor allem in der Offensive die Qual der Wahl. Im Mittelfeld muss St. Pölten indes improvisieren. Schaltzentrale Florian Mader hat nach seiner Bandscheiben-OP noch Trainingsrückstand.

 

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Artikelbild: GEPA